Braunschweig 

"Ladendetektiv" entpuppt sich als Sex-Täter

Das Amtsgericht Braunschweig schickte einen 30-Jährigen wegen sexueller Übergriffe auf zwei Frauen ins Gefängnis (Archivbild).
Das Amtsgericht Braunschweig schickte einen 30-Jährigen wegen sexueller Übergriffe auf zwei Frauen ins Gefängnis (Archivbild).
Foto: Siegfried Denzel

Braunschweig. Er gab sich als Ladendetektiv aus, beschuldigte Frauen des Diebstahls - und zwang sie, sich vor ihm auszuziehen. Wegen dieser sexuellen Übergriffe verurteilte das Amtsgericht Braunschweig einen 30-jährigen Mann zu einem Jahr und fünf Monaten Gefängnis; wird das Urteil rechtskräftig, muss der selbsternannte Detektiv in Haft.

Denn eine Chance zur Bewährung gab das Gericht dem 30-Jährigen nicht, berichtet die Braunschweiger Zeitung. Der Mann zeigte weder Einsicht noch Reue, sondern beschuldigte vielmehr eines seiner Opfer, ihn sexuell belästigt zu haben. Dafür droht ihm nun ein weiteres Verfahren wegen falscher Verdächtigung.

Abgetastet und ausgezogen

Nach Überzeugung der Richter und der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte eine 15-Jährige sowie eine 61-jährige Rentnerin abgepasst, um ihnen einen Raub beziehungsweise Diebstahl vorzuwerfen. Um die "Taten" zu klären, müsse er die Frauen durchsuchen.

Seine überrumpelten Opfer ließen sich von ihm abtasten und folgten zudem seiner Aufforderung, ihre Hosen herunterzustreifen; als er sie dann auch noch betatschte, wurde den Frauen klar: Sie hatten es nicht mit einem Detektiv, sondern mit einem Sex-Täter zu tun.