Braunschweig 

Stadt in Not: Nächstes Neubaugebiet liegt auf Eis

Braunschweig braucht zwar dringend zusätzliche Wohnungen - doch bis die Bauarbeiter loslegen können, sind immer größere Probleme zu bewältigen (Archivfoto).
Braunschweig braucht zwar dringend zusätzliche Wohnungen - doch bis die Bauarbeiter loslegen können, sind immer größere Probleme zu bewältigen (Archivfoto).
Foto: Siegfried Denzel

Braunschweig. Die Stadt Braunschweig hat immer größere Probleme, neue Baugebiete zu verwirklichen. Nach Informationen der "Braunschweiger Zeitung" lieg das geplante Baugebiet an der Trakehnenstraße im Osten Stöckheims auf Eis. Der Grund: Der Stadtbezirksrat Stöckheim-Leiferde sieht die bisherigen Planungen der Verwaltung als "nicht abstimmungsfähig" an.

So sei die Verkehrsanbindung ungeklärt; weil 265 Wohnungen in Einfamilien-, Doppel-, Reihen und Mehrfamilienhäusern geplant sind, scheint die bislang vorgesehene Erschließung über die Rominten- und die Rossittenstraße nicht ausreichend zu sein.

Außerdem fordert der Stadtbezirksrat einen Ausbau der Infrastruktur in Stöckheim mit Schulen, Ärzten und Sportanlagen.

Neue Wohngebiete: Auch hier klemmt's

Zuvor hatte bereits der Stadtbezirksrat Wabe, Schunter, Beberbach "Nein" zu einem neuen Wohngebiet in Querum gesagt: Auch hier ist die Verkehrsanbindung aus Sicht der Kommunalpolitiker ein noch ungelöstes Problem.

Und das geplante Baugebiet "Kälberwiese" mit knapp 500 Wohnungen droht wegen der nötigen Bodensanierung im Bereich der einstigen Sportanlage viel aufwendiger als geplant zu werden. Neben den Kosten für die Beseitigung der Schwermetall-Altlasten ist auch hier ein Verkehrsproblem zu lösen: Anlieger fürchten, dass 145.000 Tonnen Erdreich mit Lastwagen durch ihr Wohngebiet abtransportiert werden.

Das Problem für die Stadt: Die Wohnungsknappheit und damit die steigenden Mieten in Braunschweig machen immer größere Probleme. Doch im Vergleich zu Nachbarkommunen entstehen in der zweitgrößten Stadt Niedersachsen nur vergleichsweise wenige neue Wohngebäude.