Braunschweig 

Zoll-Kontrolle: Ein nackter Hintern war nur der Anfang

Nackte Tatsachen konnten die Zöllner nicht überzeugen (Symbolbild).
Nackte Tatsachen konnten die Zöllner nicht überzeugen (Symbolbild).
Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Braunschweig. Einen nackten Hintern und allerlei VerdachtsfälleZöllner aus Braunschweig sahen sich bei einer Schwerpunkt-Kontrolle wieder mal mit ungewöhnlichen Problemen konfrontiert. Rund 60 Kontrolleure waren am vergangenen Freitag draußen, um sich die Lage in Kneipen und Hotels mal genauer anzusehen.

Mann zieht blank

Im Landkreis Peine war ein Mann in einer Restaurantküche gerade dabei abzuspülen. Allerdings behauptete er gegenüber den Zöllnern, dass er gar nicht arbeitet. Offenbar weil er nicht so gut Deutsch sprechen konnte, präsentierte er spontan nackte Tatsachen: Er zog seine Hose runter und zeigte den Beamten seinen blanken Hintern. "Dieser sei so geschunden, dass er gar nicht arbeiten könne" – die Zöllner ließen sich davon aber nicht beeindrucken.

"Schießt auf mich"

Zwar bekleidet aber äußerst renitent trat ein Koch in Sarstedt im Landkreis Hildesheim auf: Erst schrie er die Beamten an, dass sie doch bitte auf ihn schießen sollten. Als die Zöllner das nicht taten, versuchte er, sich in seiner Küche zu verbarrikadieren. Auch diese Situation konnte dann letztlich sachlich geklärt werden

Zufällig am Zapfhahn

Fast schon "normal" erscheinen dagegen mehrere Situationen, in denen die Beamten an Tresen oder in Küchen auf Leute trafen, die Schürzen trugen. Skurril: Die offensichtlich Ertappten behaupteten dann, dass sie nur Besucher sind und rein zufällig am Zapfhahn oder der Spüle stehen.

Mindestlohn unterschlagen

Insgesamt registrierten die Zöllner 181 Verdachtsfälle, allein bei 105 davon besteht der Verdacht, dass den Angestellten der Mindestlohn unterschlagen wurde. Außerdem gibt's Fälle, in denen die Arbeitnehmer verbotenerweise noch Sozialleistungen beziehen und welche, in denen Ausländer gar nicht hätten arbeiten dürfen.

Not amused

"Dafür, dass sich die Gastronomiebranche mehr Kontrollen gewünscht hat, wurden unsere Kontrolleure nicht überall begeistert aufgenommen", so das Fazit von Pressesprecher Andreas Löhde vom Hauptzollamt Braunschweig. Die Aktion lief in Braunschweig, Göttingen, Hildesheim und der Region38.

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