Braunschweig 

Wie der Klimawandel den Förstern das Geschäft verhagelt

Statt Förstern und Waldarbeitern mussten im vergangenen Jahr die Feuerwehrleute zu den Motorsägen greifen (Archivfoto aus Wolfenbüttel)
Statt Förstern und Waldarbeitern mussten im vergangenen Jahr die Feuerwehrleute zu den Motorsägen greifen (Archivfoto aus Wolfenbüttel)
Foto: Freiwillige Feuerwehr Wolfenbüttel

Braunschweig. Noch lässt sich mit dem Wald Kohle machen: 5,6 Millionen Euro Gewinn haben die Niedersächsischen Landesforsten im vergangenen Jahr eingefahren. Das berichtete Landesforsten-Präsident Klaus Merker am Mittwochmittag in Braunschweig.

Damit ist der Ertrag des Staatsbetriebs zwar auf weniger als die Hälfte des Wertes von 2016 abgestürzt (12,3 Millionen Euro). Doch angesichts zahlreicher Unwetter im vergangenen Jahr bezeichnete Merker das Ergebnis als "solide".

Förster mit Wetter-Sorgen

Ob die Landesforsten aber noch lange schwarze Zahlen erwirtschaften können, scheint zweifelhaft: "Wir müssen uns auf den Klimawandel einstellen", mahnte Merker. Nicht nur Windbruch bei Stürmen wie "Xavier" oder "Herwart" macht den Förstern zunehmend zu schaffen: Wegen der nach heftigen Regenfällen aufgeweichten Böden haben die NLF sowohl den Einschlag als auch das Rücken der noch gefällten Stämme "zeitweise völlig einstellen" müssen.

Orkan "Friederike" habe im Januar an ihre verwehten "Brüder" angeknüpft und ebenfalls viel Sturmholz produziert. Dies zeige, "was uns in den nächsten Jahren ganz wesentlich beschäftigen wird". Es gelte, die Wälder fit für den Klimawandel zu machen, mahnte der Präsident.

So wütete "Herwart"

Probleme für Fichten und Buchen

Er kündigte an, verstärkt die als besonders anfällig geltenden, während oder nach dem Zweiten Weltkrieg gepflanzten Kiefern- und Fichtenwälder abholzen zu lassen. An ihrer Stelle wolle die NLF bis 2025 für jährlich etwa 40 Millionen Euro junge und teilweise auch besser an den jeweiligen Standort angepasste Bäume setzen lassen.

So erwartet Merker, dass vor allem Fichten und Buchen Probleme mit dem Klimawandel bekommen werden; Eichen und Douglasien könnten sich wesentlich besser anpassen. Das höchste Anpassungspotenzial weisen nach seinen Worten jedoch die Kiefern auf.

Fotos vom Sturmtief "Xavier"

Braunschweig 

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Gleich drei Waffen hatten die Jugendlichen im Gepäck (Symbolbild).
Gleich drei Waffen hatten die Jugendlichen im Gepäck (Symbolbild).
Foto: dpa
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