Braunschweig 

Rieseberg-Morde jähren sich: Gedenken an Opfer

Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) und die beiden Bürgermeisterinnen Annegret Ihbe (SPD, links) und Friederike Harlfinger (CDU, rechts)gedenken im Jahr 2016 der Opfer.
Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) und die beiden Bürgermeisterinnen Annegret Ihbe (SPD, links) und Friederike Harlfinger (CDU, rechts)gedenken im Jahr 2016 der Opfer.
Foto: Julia Gresförder
  • 85 Jahre Riesebergmorde.
  • Gedenkveranstaltungen am 4. Juli.
  • DGB und Stadt laden ein.

Braunschweig vergisst nicht. Vor genau 85 Jahren haben Nazis in Rieseberg zehn Gewerkschafter und einen Studenten ermordet. Deswegen laden der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Stadt Braunschweig am heutigen Mittwoch zu Gedenkveranstaltungen ein.

Kränze auf Gräber

Um 16.30 Uhr werden die Toten am Heinrich-Jasper-Denkmal am Ruhfäutchenplatz geehrt. Gegen 17 Uhr soll im Gedenken an die Rieseberg-Opfer ein Kranz auf deren Gräbern auf dem Hauptfriedhof abgelegt werden.

"Wir zeigen Haltung"

1933 seien durch die Nationalsozialisten Minderheiten diskriminiert, Andersdenkende verfolgt und der Nationalismus beschworen worden, so DGB-Regionsgeschäftsführer Michael Kleber. "Mit dem Gedenken an die Rieseberg-Opfer zeigen wir Haltung und entzaubern rechtspopulistische Positionen."

Pantazis hält Rede

Ab 18.15 Uhr gibt es abschließend noch ein Gedenken in Rieseberg am Denkmal für die Opfer auf dem Gelände der ehemaligen DGB Jugendbildungsstätte. Christos Pantazis, SPD-Mitglied des niedersächsischen Landtags, hält die Gedenkrede. Musikalisch begleitet wird das Ganze von dem "IG Metall-Chor Gegenwind" aus Wolfsburg.

Kostenloser Shuttle

Ein kostenfreier Sonderbus wird um 16.45 Uhr ab Ruhfäutchenplatz in der Nähe des Heinrich-Jasper-Denkmals abfahren, am Hauptfriedhof die Fahrt unterbrechen und anschließend zur Gedenkstätte am Pappelhof in Rieseberg fahren. Die Rückfahrt von Rieseberg nach Braunschweig ist für 19 Uhr geplant.