Braunschweig 

Die Wilden Zwanziger erobern Braunschweig

Pariser Nachtleben, Kabarett und Zirkus: Das ist auf einem kleinen Zyklus mit Lithografien des Künstlers Marcel Vertès zu sehen.
Pariser Nachtleben, Kabarett und Zirkus: Das ist auf einem kleinen Zyklus mit Lithografien des Künstlers Marcel Vertès zu sehen.
Foto: Stiftung Prüsse

Das Pariser Nacht- und Straßenleben, Frauenakte und -portraits, Szenen aus Kabarett und Zirkus – all‘ das kann man auf den Lithografien des ungarischen Künstlers Marcel Vertès entdecken. Ein kleiner Zyklus dieser Kunstwerke ist jetzt in Braunschweig zu sehen, bis zum 25. August in der Kemenate-Hagenbrücke.

Aufstieg in Paris

Vertès kam 1925 nach Paris und machte sich rasch einen Namen als einer der wichtigsten Künstler der Szene, der in die Fußstapfen des Künstlers Henri de Toulouse-Lautrec trat. Seine Kunst und seine Themen entsprachen dem Zeitgeist der "Wilden Zwanziger".

Die Ausstellung wird ergänzt durch Porzellanteller mit Motiven von Vertès. Sie stammen aus der Castleton Porzellanmanufaktur, die das offizielle Tafelgeschirr für einige Präsidenten des Weißen Hauses herstellte. Auch das Buch "Nana" von Emile Zola mit Illustrationen von Vertès ist zu sehen.

Zwei Oscars gewonnen

Vertès illustrierte auch andere Bücher französischer Schriftsteller, entwarf Kostüme und Bühnenbilder. Für die Ausstattung des Films "Moulin Rouge" erhielt er 1952 zwei Oscars. Darüber hinaus schuf er Wandmalereien im Café Carlyle in Manhattan und die Peacock Alley, einen Korridor im Art Déco-Stil, der das New Yorker Waldorf Hotel mit dem Hotel Astoria verband.

Der Eintritt zu der Ausstellung ist frei. Mehr Infos gibt's hier.