Braunschweig 

15 Drogentote: Ein Gottesdienst für die Gescheiterten

Pastor Böger während seiner Andacht am Sonntag.
Pastor Böger während seiner Andacht am Sonntag.
Foto: JES

Braunschweig. Es ist eine traurige Zahl, die nachdenklich stimmt: 15 Menschen sind im vergangenen Jahr an den Folgen ihrer Sucht gestorben. 15 Holzkreuze – so viele wie noch nie, schreibt die "Braunschweiger Zeitung".

Angehörige, Freunde und Begleiter haben am Sonntag mit einem Gottesdienst am Windmühlenberg an die Toten erinnert. "Kein Mensch ist mehr wert, nur weil er gesund ist oder reich", so die Botschaft von Magni-Pfarrer Henning Böger.

Auch Reimann gedenkt

Auch Sozialministerin Carola Reimann meldete sich schriftlich zu Wort. Ihr sei es wichtig, auch an die Menschen zu erinnern, die "zu Lebzeiten oft Abneigung und Ausgrenzung erfahren haben." Ihr Ziel sei es nach wie vor, die Sucht der Menschen zu bekämpfen.

Infos auf dem Kohlmarkt

Am kommenden Samstag, 21. Juli ist der Internationale Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher. Dann wollen die Drogenselbsthilfe JES für das Braunschweiger Land und die Aids-Hilfe auf dem Kohlmarkt (10 bis 16 Uhr) über das Thema informieren.