Braunschweig 

Steuerhinterziehung? Ermittlungen gegen Winterkorn

Gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Volkswagen-Konzerns, Martin Winterkorn, ermittelt offenbar die Staatsanwaltschaft Braunschweig.
Gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Volkswagen-Konzerns, Martin Winterkorn, ermittelt offenbar die Staatsanwaltschaft Braunschweig.
Foto: Uli Deck / dpa

Wolfsburg/Braunschweig. Medienberichten des NDR und der "Bild am Sonntag" zufolge gibt es im Hause Winterkorn die nächste Hiobsbotschaft: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt offenbar gegen den Ex-VW-Chef wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung.

Im Fokus der Ermittlungen stehen nach Angaben der "Bild am Sonntag" vor allem Überweisungen von insgesamt rund zehn Millionen Euro auf Schweizer Konten. Der Sonntagszeitung würden diese Ermittlungsakten vorliegen.

Anwalt weist Vorwürfe zurück

Demnach soll Martin Winterkorn im Jahr 2017 zunächst Geld auf ein Treuhandkonto seines Steuerberaters überwiesen haben, bevor die Millionen in Depots einer Bank in Zürich gelandet seien. Eines der Depots gehört unter anderem der Frau von Winterkorn. Handelte es sich bei der Millionen-Überweisung um eine Schenkung, hätte der Ex-Vorstandsvorsitzende von Volkswagen eigentlich eine Schenkungssteuer zahlen müssen.

Winterkorns Anwalt dementiert die Vorwürfe indes: Der plötzliche Geldfluss sei "frei von jeder steuerlichen Beanstandung".