Braunschweig 

Böse Geister an der A2? Elfenbeauftragte will helfen

Mit nur leichten Verletzungen hat der Fahrer dieses Kleintransporters auf der A2 den Zusammenprall mit einem Autotransporter überstanden (Archivbild).
Mit nur leichten Verletzungen hat der Fahrer dieses Kleintransporters auf der A2 den Zusammenprall mit einem Autotransporter überstanden (Archivbild).
Foto: Brigitte Vetter

Braunschweig/Hannover. Es gibt einen neuen Versuch, die unfallträchtige A2 sicherer zu machen: Die selbsternannte "Elfenbeauftragte" Melanie Rüter will mit ihren spirituellen Kräften die "aufgebrachten Naturwesen" besänftigen. Denn sie habe an der Autobahn "sehr traurige Energien gespürt", zitiert die "Wolfsburger Allgemeine" die 48-Jährige, die in Braak (Weserbergland) eine "Praxis für geistiges Heilen" betreibt.

Melanie Rüter, die zusammen mit der Tierkommunikatorin Marion Lindhof aus Sehnde fünf Unfallschwerpunkte an der A2 zwischen Lehrte und Braunschweig aufgesucht hat, ist vom Erfolg ihres Tuns überzeugt: "Einige Strecken der Autobahn sind nun energetisch versiegelt." Dies werde sich an künftigen Unfallzahlen zeigen.

Autobahnmeisterei Braunschweig dabei

Begleitet wurden die beiden Frauen übrigens von zwei Mitarbeitern der Autobahnmeisterei Braunschweig. Warum die Behörde so etwas macht? Die "Wolfsburger Allgemeine" zitiert Friedhelm Fischer, Chef der Landesstraßenbehörde Hannover: „Wir sind eine offene Behörde, die allen Bürgern gerecht werden möchte und viele Aktivitäten unterstützt“

In Skandinavien ist der Glaube an Trolle und sonstige Naturgeister übrigens viel ausgeprägter als in Deutschland: Auf Island ließ die Straßenbauverwaltung beispielsweise den "Elfendamen-Stein" ("Álfkonusteinn") wieder freilegen, nachdem dieser bei Bauarbeiten zugeschüttet worden war. Denn nach dem Zuschütten haben sich rings um die Baustelle mysteriöse Zwischenfälle ereignet...