Braunschweig 

Trauer und Schock nach Absturz: Segelflieger stellen Betrieb ein

Teile des Flugzeugs landeten auf dem Friedhof in Waggum.
Teile des Flugzeugs landeten auf dem Friedhof in Waggum.
Foto: Lara Hann
  • 15-jähriger Flugschüler stirbt bei Absturz.
  • Drittes Unglück in drei Tagen.
  • Verein macht erstmal eine Flugpause.

Braunschweig. Nach dem tragischen Tod eines jungen Segelflugschülers in Waggum reagiert sein Verein fassungslos. "Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen, wir trauern mit ihnen um einen wichtigen Menschen, den wir verloren haben", schreibt der Aero-Club Braunschweig.

Flieger am Boden

Die Flieger haben sich dazu entschieden, den Flugbetrieb bis auf Weiteres einzustellen. "Wir bitten um Verständnis, dass wir zur Zeit keine Anfragen bezüglich Gastflügen, Interessenten oder ähnliches bearbeiten."

Der Verein will die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) bei ihrer Arbeit unterstützen. Gleichzeitig bitten die Segelflieger, von Anfragen zum Unfallhergang bei ihnen abzusehen.

Untersuchung ab Montag

Die Braunschweiger BFU-Experten haben das Flugzeugwrack unterdessen geborgen. Am Montag wollen sie in einer Halle am Flughafen mit ihrer Untersuchung zur Unglücksursache beginnen. In zwei Monaten soll es einen Zwischenbericht geben.

Drei tödliche Abstürze

Einen - etwa wetterbedingten - Zusammenhang zu den beiden anderen tödlichen Flugunfällen in Osnabrück und Melle sieht die BFU nicht. Eine Erklärung sei lediglich, dass derzeit Flugwetter herrsche.

"Wie auf der Autobahn"

"Wenn viele Piloten in der Luft sind, passiert natürlich leider auch mehr. Das ist genauso wie auf der Autobahn", sagte ein BFU-Sprecher zu NDR.de. Daher seien mehrere Abstürze in kurzer Zeit nicht völlig außergewöhnlich. Aber jedes Unglück sei natürlich eines zu viel.

Am Samstagabend war bei Waggum ein 15 Jahre alter Flugschüler tödlich verunglückt. Sein Fluglehrer musste das Unglück vom Boden aus mit ansehen.