Braunschweig 

Absturz in Waggum: Fluglehrer forderte Schüler zum Absprung auf

Der Pilot hatte keine Chance.
Der Pilot hatte keine Chance.
Foto: Lara Hann

Braunschweig. Der tödlich verunglückte Flugschüler hat nach Angaben des Deutschen Aero-Clubs (DAeC) kurz vor dem Absturz seines Segelflugzeugs von seinem Fluglehrer die Aufforderung zum Absprung erhalten.

Plötzlich an Höhe verloren

"Der Flugschüler hatte Steuerprobleme gemeldet; daraufhin gab der Fluglehrer per Funk Anweisungen, das Flugzeug per Fallschirm zu verlassen", sagte der Geschäftsführer des DAeC-Landesverbandes Niedersachsen, Günter Bertram, der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Nach Angaben von Bertram war das Flugzeug bei dem Unfall am Samstag in Waggum noch in der Platzrunde in eine Art Seitengleitflug übergegangen und hatte an Höhe verloren.

Fallschirm nicht entfaltet

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig wollte sich mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern. Nach dpa-Informationen konzentrieren sie sich auf ein möglicherweise nicht korrekt angeschlossenes Querruder.

Das Flugzeug zerschellte auf einem Friedhof, der 15-Jährige prallte rund 150 Meter weiter auf einem Verkehrsübungsgelände auf den Boden. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich sein Fallschirm nicht entfaltet.

Ausbildung ab 14

Die Segelflugausbildung können Jugendliche ab 14 Jahren beginnen. Nach einer gründlichen Ausbildung mit diversen Prüfungen und Übungsflügen mit und ohne Fluglehrer erhalten Schüler ihre Fluglizenz aber frühestens zum 16. Geburtstag.