Braunschweig 

#wirsindmehr – Demo gegen rechte Hetze in Braunschweig

Rund 300 Teilnehmer werden erwartet (Archivbild).
Rund 300 Teilnehmer werden erwartet (Archivbild).
Foto: Britta Pedersen/dpa

Braunschweig. #wirsindmehr – auch in Braunschweig gehen nach den Vorfällen in Chemnitz Menschen auf die Straße. Ab 17 Uhr rufen Aktivisten der "Seebrücke" die Braunschweiger auf dem Schlossplatz dazu auf, ein Zeichen gegen rechte Hetze zu setzen.

Laut und kreativ

Reden sind dabei nicht geplant; die Teilnehmer sollen laut und kreativ sein. Geplant ist auch noch ein "Demo-Spaziergang" durch die Innenstadt. Rund 300 Teilnehmer werden erwartet.

Tat ist nicht egal

Neben vielen Likes gab es unter dem letzten news38.de-Facebook-Post auch jede Menge Spott und Kritik für die Aktivisten. "Das mal eben ein Mensch in Chemnitz kaltblütig ermordet wurde, interessiert diese Menschen ja wohl kaum", hieß es unter anderem.

Total falsch, sagt die "Seebrücke". Natürlich sei es immer furchtbar, wenn Menschen, wie in Chemnitz Daniel H., Opfer von Gewalt werden und ihr Leben verlieren. "Aber die Straftat einzelner Menschen darf niemals dazu missbraucht werden, Menschengruppen pauschalisierend zu verurteilen, zu Gewalt aufzurufen und Menschen zu jagen. Hier wird eine Straftat instrumentalisiert, um rassistische Gewalt an anderen zu legitimieren."

Die "Seebrücke" konzentriert sich auf den Zuspruch und setzt auf "die Kraft und Energie, die die Menschen auf die Straße treibt, um gegen rechte Hetze und Gewalttaten und für eine offene, demokratische Gesellschaft zu demonstrieren."

Die stille Mehrheit

Alle Menschen und Organisationen, die schon seit Jahrzehnten für die Werte der demokratischen und offenen Gesellschaft kämpfen, sollen möglichst vereint werden: "Wir wollen auch Menschen mobilisieren, die sonst nicht auf die Straße gehen, die so genannte 'stille Mehrheit'. Denn wir wissen, dass wir mehr sind. Wir müssen uns nur zeigen", heißt es.