Braunschweig 

Messerattacke in Schule: Doch keine Erklärung vom Angeklagten

Ein wegen versuchten Mordes angeklagter 19-jähriger Mann sitzt neben einem Justizbeamten in einem Gerichtssaal im Landgericht.
Ein wegen versuchten Mordes angeklagter 19-jähriger Mann sitzt neben einem Justizbeamten in einem Gerichtssaal im Landgericht.
Foto: Holger Hollemann/dpa

Braunschweig. Im Prozess wegen versuchten Mordes in einer Schule in Goslar hat der Angeklagte seine angekündigte Erklärung doch nicht abgegeben. Eine Begründung dafür gab es am Mittwoch im Braunschweiger Landgericht weder vom 19-jährigen Beschuldigten noch von seinem Verteidiger. Der kündigte beim zweiten Verhandlungstag aber an, dass es die Einlassung seines Mandaten zu einem späteren Zeitpunkt des Verfahrens geben werde.

18-Jährige lebensgefährlich verletzt

Dem jungen Mann wird vorgeworfen, am 19. Februar 2018 im Berufsschulzentrum Goslar-Baßgeige seine 18 Jahre alte Ex-Freundin heimtückisch niedergestochen und sie dabei lebensgefährlich verletzt haben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft handelte der junge Deutsche aus Rache. Konkreter Anlass seien von der jungen Frau kurz vor der Tat im Internet veröffentlichte Fotos gewesen, die den Angeklagten gekränkt hätten.

Der Prozess soll mit der Vernehmung des Opfers fortgesetzt werden. Die junge Frau tritt als Nebenklägerin im Prozess auf. Das Urteil könnte am 9. Oktober gesprochen werden.