Braunschweig 

Rechtsextreme aus Braunschweig bei Chemnitz-Krawallen

Demonstranten der rechten Szene zünden in Chemnitz Pyrotechnik und schwenken Deutschlandfahnen (Archivfoto).
Demonstranten der rechten Szene zünden in Chemnitz Pyrotechnik und schwenken Deutschlandfahnen (Archivfoto).
Foto: Jan Woitas/dpa

Braunschweig/Hildesheim/Chemnitz. Mehrere Mitglieder der rechtsextremen Szene aus Braunschweig und Hildesheim waren nach Erkenntnissen des niedersächsischen Verfassungsschutzes an einer Demonstration in Chemnitz am 1. September beteiligt. Dies sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Freitag im Landtag.

Um wie viele Personen es sich handelte und zu welchen Gruppierungen sie gehörten, sagte Pistorius nicht. In einem Fall sei den niedersächsischen Behörden von der Polizei in Sachsen mitgeteilt worden, dass gegen einen Tatverdächtigen aus Niedersachsen wegen Landfriedensbruchs am 1. September in Chemnitz ermittelt werde.

"Schutzzone Salzgitter"

Laut Pistorius hatten die Ermittler vor einer Versammlung in Chemnitz am 27. August erfahren, dass etwa 10 bis 15 Mitglieder der rechten Szene aus den Regionen Salzgitter, Braunschweig, Goslar und Hildesheim anreisen wollten. Bei der Mobilisierung soll die Facebook-Seite "Schutzzone Salzgitter" eine zentrale Rolle gespielt haben. "Ob diese Anreise tatsächlich erfolgte, ist bisher nicht gesichert bekannt", sagte der Minister.

In Chemnitz war ein 35-jähriger Deutscher erstochen worden. Tatverdächtig sind drei Asylbewerber aus Syrien und dem Irak, von denen zwei in Untersuchungshaft sitzen. Nach dem dritten Mann wird gefahndet. Nach der Tat gab es immer wieder fremdenfeindliche und teils aggressive Proteste.