Braunschweig 

Auch Berühmtheiten bitten um Geld: Ältester Brief Guerickes gefunden

Der Brief von Otto von Guericke ist im Stadtarchiv aufgetaucht.
Der Brief von Otto von Guericke ist im Stadtarchiv aufgetaucht.
Foto: Stadtarchiv Braunschweig

Braunschweig. Sensationsfund für die Geschichte der Partnerstadt Magdeburg im Braunschweiger Stadtarchiv: Im Rahmen des Forschungsprojekts "Magdeburger Spuren" ist ein Brief entdeckt worden, den Otto von Guericke als Student im Jahr 1625 geschrieben hat.

Es ist das älteste bekannte, von eigener Hand verfasste Zeugnis des großen Sohnes der Stadt. Otto von Guericke (1602 bis 1686) war Magdeburger Bürgermeister und Wissenschaftler. Bekannt wurde er durch seine Experimente mit dem Luftdruck ("Magdeburger Halbkugeln").

Guericke braucht Geld fürs Studium

Der Brief ist in einer Akte des Braunschweiger Rates überliefert, die sich heute im Stadtarchiv Braunschweig befindet. Verfasst hat ihn der junge Otto von Guericke. Am 25. Juni 1625 bittet er die Ratsherren in Braunschweig, ihm ein Stipendium aus dem Erbe seines Großvaters auszuzahlen.

Das Geld brauche er dringend, schreibt Guericke, um Bücher zu kaufen und sein Studium zu finanzieren.

Magdeburger Ratsarchiv ging verloren

Gefunden hat den Brief der Magdeburger Archivleiter Christoph Volkmar. Das alte Ratsarchiv von Magdeburg ging bei der Eroberung 1631 vollständig verloren. 1945 wurden weitere unersetzliche Dokumente zerstört.