Braunschweig 

Beschwerde abgelehnt: Hanfbar-Betreiber bleibt in Haft

Marcel Kaine, Betreiber der Hanfbars an der Mühlenpfordtstraße und der Friedrich-Wilhelm-Straße, sitzt seit Donnerstag vergangener Woche in Untersuchungshaft (Archivfoto).
Marcel Kaine, Betreiber der Hanfbars an der Mühlenpfordtstraße und der Friedrich-Wilhelm-Straße, sitzt seit Donnerstag vergangener Woche in Untersuchungshaft (Archivfoto).
Foto: Karoline Steinbock

Braunschweig. Marcel Kaine bleibt in Untersuchungshaft. Das Landgericht Braunschweig habe die Haftbeschwerde des seit Donnerstag vergangener Woche inhaftierten Hanfbar-Betreibers zurückgewiesen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitagnachmittag mit.

"In vollem Umfang" habe das Landgericht die Rechtsauffassung der Anklagebehörde bestätigt, betonte ihr Sprecher Christian Wolters. Demnach teilen die Richter die Auffassung, dass "jeglicher Verkauf von Cannabispflanzen-Teilen an Endverbraucher verboten ist und es daher in diesen Fällen auf den THC-Gehalt überhaupt nicht ankommt".

Dagegen hatte Kaines Anwalt Jan-Robert Funck den Haftbefehl gegen seinen Mandanten als "unsäglich" bezeichnet und die sofortige Freilassung gefordert.

Drei Razzien

Eine Online-Petition von Kaines Geschäftspartner Bardia Hatefi hatten mehr als 9.400 Menschen unterzeichnet. Sie fordern ebenfalls Freiheit für den Hanfbar-Betreiber und die Zulassung von Nutzhanf für den freien Handel.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach drei Razzien in Kaines Geschäften an der Friedrich-Wilhelm-Straße und der Mühlenpfordtstraße Wiederholungsgefahr gesehen und mit dieser Begründung den Haftbefehl erwirkt.

Das sagt Kaines Geschäftspartner

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