Braunschweig 

Braunschweiger dabei: Die Partei "stauffenbergt" Höcke

Martin Sonneborn (Mitte), Satiriker, Journalist und Politiker, will als Stauffenberg zum Buchmessen-Auftritt von AfD-Politiker Björn Höcke.
Martin Sonneborn (Mitte), Satiriker, Journalist und Politiker, will als Stauffenberg zum Buchmessen-Auftritt von AfD-Politiker Björn Höcke.
Foto: Arne Dedert/dpa

Frankfurt/Braunschweig. Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat der AfD-Politiker Björn Höcke am Freitag einen Gesprächsband auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Die Polizei riegelte am späten Nachmittag Teile der Halle 4 komplett ab.

Gespräche mit Höcke

Der Verlag Manuscriptum hatte zu einer Podiumsdiskussion in einem Saal eingeladen. Dort ist das Buch "Nie zweimal in denselben Fluss" erschienen, in dem der Publizist Sebastian Hennig Gespräche mit Höcke führt.

Die Veranstaltung mit Höcke und seinen Anhängern verlief ohne Zwischenfälle. Vor Beginn protestierte der Europa-Abgeordnete und Satiriker Martin Sonneborn ("Die Partei") gegen den Besuch des Thüringer AfD-Fraktionschefs auf der weltgrößten Bücherschau.

Braunschweiger mischen mit

Sonneborn war mit Uniform, Augenklappe und Aktentasche kostümiert, was an den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg erinnerte. Auch "Die Partei"-Mitglieder aus Braunschweig mischten bei der Aktion mit. Man habe lediglich versucht, Höcke eine Aktentasche unter den Schreibtisch zu "mogeln", sei daran aber gehindert worden, heißt es bei Facebook.

Höcke gilt als als Wortführer des rechten Flügels der AfD. Im vergangenen Jahr war es bei seinem Messe-Besuch zu Handgreiflichkeiten zwischen seinen Anhängern und Gegendemonstranten gekommen. Die Messeleitung hatte daraufhin ihr Sicherheitskonzept überarbeitet.