Braunschweig 

Nach Verkaufsverbot: Hanfbar will sich wehren

Der seit Ende September inhaftierte Hanfbar-Betreiber Marcel Kaine und sein Geschäftspartner Bardia Hatefi (Archivfoto).
Der seit Ende September inhaftierte Hanfbar-Betreiber Marcel Kaine und sein Geschäftspartner Bardia Hatefi (Archivfoto).
Foto: Privat

Braunschweig. Die Hanfbar will sich notfalls gerichtlich gegen das von der Stadt Braunschweig verhängte Verkaufsverbot für Hanfblütentees zur Wehr setzen. Die Verwaltung hatte am Montag eine entsprechende Ordnungsverfügung erlassen.

"Für uns kam das Verbot wie aus heiterem Himmel", erklärt Bardia Hatefi von der Hanfbar am Dienstag gegenüber news38.de. Zwar habe die Stadt schon auf anderem Wege, wie durch das Gesundheitsamt, versucht ein Verkaufsverbot zu erreichen, dass es wirklich soweit kommt, hätten die Hanfbar-Betreiber aber nicht gedacht.

Verbot soll eingehalten werden

Für die beiden von der Hanfbar steht nach dem Verkaufsverbot fest, dass es der Staatsanwaltschaft Braunschweig nicht um die "öffentliche Sicherheit" geht, wie Rathaussprecher Rainer Keunecke am Dienstag mitteilte. An das Verbot wollen sie sich dennoch halten. "Wir wollten nie gegen Richtlinien verstoßen und haben das auch in Zukunft nicht vor", sagt Hatefi.

Ihr Online-Handel habe seinen Sitz schon nicht mehr in Braunschweig. Dort wollen sie ihre Produkte weiter vertreiben. "Andere Städte haben damit nicht so ein Problem", so Hatefi.

Rechtliche Schritte gegen die Stadt

Der Hanfbar lägen "zich Ergebnisse" vor, nach denen ihr Hanf legal sei. "Unser Anwalt wird sich bald noch einmal an die Stadt wenden", sagt Hatefi. Wenn die Stadt das Verbot nicht zurückziehe, werde die Hanfbar dagegen klagen.

Marcel Kaine, dem Besitzer der Hanfbar, gehe es den Umständen entsprechend gut. "Er wünscht sich, dass wir nicht klein beigeben", sagt sein Geschäftspartner und fordert die Unterstützer auf sich mit der Petition der Hanfbar zu befassen und ihren Unmut öffentlich zu bekunden.