Braunschweig 

Hagenmarkt dicht: Radfahrer legen Verkehr lahm

Rund 100 Radfahrer waren am Samstagvormittag auf den Hagenmarkt gekommen, um an der Demo teilzunehmen.
Rund 100 Radfahrer waren am Samstagvormittag auf den Hagenmarkt gekommen, um an der Demo teilzunehmen.
Foto: Mareike van Gerpen

Braunschweig. Nichts geht mehr: Zehn Minuten lang haben die Radfahrer in der Braunschweiger Innenstadt das Ruder übernommen. Der Grund: Mitglieder der Bürgerinitiative "Fahrradstadt Braunschweig" hatten Fahrradfahrer aufgerufen, die Innenstadt am Samstagmittag zurückzuerobern.

Die Bürgerinitiative wurde in diesem Jahr gegründet, da die Mitglieder der Meinung sind, dass die Interessen von Radfahrern in der Braunschweiger Innenstadt in der Städteplanung zu kurz kommen.

Hagenmarkt soll "radfreundlicher" werden.

"Wir fordern, dass der Verkehr rund um den Hagenmarkt in Zukunft anders fließt", erklärt Katharina Rosch, Sprecherin des Bürgerinitiative. "Aus unserer Sicht ist es nicht nötig, dass Besucher und Pendler, die in die Innenstadt müssen, direkt vor ihrem Ziel einen Parkplatz finden müssen." Stattdessen sollen Braunschweiger und Pendler, die auf das Fahrrad umsteigen, bequemer ans Ziel kommen. Dazu gehöre auch der Ausbau des Radwegenetzes in der Innenstadt. Der Hagenmarkt, wo im vergangenen Jahr diverse Bäume dem Sturm Xavier zum Opfer fielen, soll umgestaltet werden. Katharina Rosch und den anderen Mitgliedern der Bürgerinitiative ist es wichtig, dass der Radverkehr in die Pläne zur Umgestaltung stärker einbezogen werden.

Die Initiative möchte jedoch auch zwischen Auto- und Radfahrern vermitteln. Schließlich sei es doch so, dass jeder Verkehrsteilnehmer, der mit dem Rad in die Stadt fährt, weder Parkplätze blockiert oder im Stau vor der Ampel steht. Für diejenigen, die wirklich auf das Auto angewiesen sind, sei dies ein riesiger Vorteil.

Die Bilder der Demo

Einen Termin für die nächste Aktion gibt es auch schon: Am 8. Dezember, am Tag der UN-Weltklimakonferenz in Katowice, plant die Bürgerinitiative eine neue Aktion. Was, wann und wo wird aber noch nicht verraten.