Braunschweig 

Lamme: Wie Flüchtlinge zu "richtigen" Nachbarn werden

Das Flüchtlingswohnheim in Melverode. Sämtliche Wohnheim-Neubauten in Brauschweig sehen sich zum Verwechseln ähnlich (Archivbild).
Das Flüchtlingswohnheim in Melverode. Sämtliche Wohnheim-Neubauten in Brauschweig sehen sich zum Verwechseln ähnlich (Archivbild).
Foto: Siegfried Denzel

Braunschweig. Die Belegung des neuen Flüchtlingswohnheims in Lamme verläuft planmäßig: Derzeit sind etwa 20 der insgesamt 100 Plätze belegt, berichteten Anette Parchem und Norbert Rüscher von der Stadtverwaltung Braunschweig bei der öffentlichen Mitgliederversammlung der Bürgergemeinschaft Lamme. Nach und nach soll die Bewohnerzahl auf 80 erhöht werden - bestehend aus Familien, Paaren und Einzelpersonen.

Bei der Betreuung der Migranten arbeitet die Stadt eng mit der Bürgergemeinschaft zusammen - die Vereinsmitglieder kümmern sich seit dem Erstbezug Anfang Oktober um die Neu-Lammer und versuchen, sie so gut und schnell wie möglich zu integrieren.

"Freundschaften entstanden"

Dabei kann sich die Bürgergemeinschaft auch auf Erfahrungen in anderen Stadtteilen stützen: So berichtete Udo Gebauhr aus Melverode, wo sich ein Kreis engagierter Nachbarn intensiv mit den Flüchtlingen befasst. Inzwischen habe sich das Zusammenleben so gut entwickelt, dass bereits Freundschaften entstanden seien. Gleichzeitig mahnte er aber auch, Geduld aufzubringen und die neuen Nachbarn nicht mit "Angeboten an den Bedürfnissen vorbei" zu überfordern.

Weitere Freiwillige willkommen

Unterdessen sucht die Bürgergemeinschaft weiterhin nach Freiwilligen, die sich in der Flüchtlingsarbeit in Lamme engagieren wollen. Eine Kontaktaufnahme ist per Mail unter bgl@lamme.de oder über die Homepage des Vereins möglich.