Braunschweig 

Katholischer Bischof: "Haben Luther erst spät verstanden"

Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim (Archivbild).
Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim (Archivbild).
Foto: Holger Hollemann/dpa

Braunschweig/Hannover. Der neue gesetzliche Feiertag in Niedersachsen erinnert an die Reformation Martin Luthers. In Predigten und Vorträgen beschäftigten sich damit nicht nur evangelische, sondern auch katholische Theologen.

Katholiken feiern mit

Auf Einladung der evangelischen Kirche predigte der katholische Bischof von Hildesheim, Heiner Wilmer, im Braunschweiger Dom zum Reformationstag. Erst spät sei in der katholischen Kirche die theologische Intention Martin Luthers richtig verstanden worden. Seit dem II. Vatikanischen Konzil werde sie als Bereicherung erfahren. "So können auch wir Katholiken den Reformationstag mitfeiern", sagte Wilmer.

Nachdenken über die Zukunft

Der evangelische Landesbischof von Hannover, Ralf Meister, forderte zum Nachdenken über die Zukunft der Gesellschaft auf. "Wenn dieser Tag und die Erinnerung an die komplizierte und prägende Geschichte der Reformation dazu führt, dass wir gemeinsam Fragen finde, die uns zu Antworten der Liebe führen, so ist schon viel geschehen", sagte Meister am Mittwoch in in der Marktkirche Hannover. Die Freiheit der Christen sei keine beliebige Freiheit, sondern eine, die so eingesetzt werden müsse, dass auch andere in Freiheit leben können.