Braunschweig 

Obdachlos in Braunschweig: Jeder bekommt Hilfe

Ein Obdachloser schläft in einer Fußgängerzone (Symbolbild).
Ein Obdachloser schläft in einer Fußgängerzone (Symbolbild).
Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa
  • Jeder Wohnungslose hat Anspruch auf eine Unterkunft.
  • In Braunschweig gibt es viele Angebote.
  • Die Stadt versucht, schon im Vorfeld zu helfen.

Braunschweig. "Die Stadt Braunschweig tut nichts für Obdachlose" – diesen Vorwurf kennt man im Rathaus. Spätestens seitdem Flüchtlinge hier Schutz suchen, brandet die Diskussion immer wieder auf. news38.de hat mal im Rathaus nachgefragt, wie die Stadt wohnungslosen Menschen konkret hilft.

Jedem steht eine Notunterkunft zu

Für jeden Menschen, der ungewollt wohnungslos geworden ist und bei der Stadt Braunschweig Hilfe sucht, beschafft die Verwaltung eine Notunterkunft. Das ist schlichtweg ihr gesetzlicher Auftrag.

Mehrere Einrichtungen in Braunschweig

Unter anderem gibt es mehrere Einrichtungen im ganzen Stadtgebiet, in denen Obdachlose Unterschlupf finden, schreibt die Stadt. Neben einer zentralen Einrichtung für Männer im Westlichen Ringgebiet gibt es dezentrale Standorte – speziell auch für Frauen und Familien.

Etwas weniger Wohnungslose

Nach Angaben der Stadt sind die Räume momentan zu 76 Prozent belegt. Es gibt also noch freie Betten. Generell geht die Zahl der Obdachlosen leicht zurück. Aktuell leben rund 210 Menschen in den Unterkünften, im Vorjahr waren es 240.

Stadt geht individuell vor

Erklärtes Ziel der Stadt Braunschweig ist es, Wohnungslosigkeit schon im Vorfeld zu verhindern. Dazu gibt es, ganz individuell, präventive Hilfen durch Beratung, Verhandlungen mit Vermietern und Versorgungsunternehmen – und gegebenenfalls auch finanzielle Hilfen, sollte jemand seine Miete nicht mehr bezahlen können.

Nicht nur die Stadt hilft Obdachlosen

Wichtig: Nicht nur die Stadtverwaltung hilft. Es gibt mehrere Angebote freier Träger. Zum Beispiel die Wohnungsloseneinrichtungen Diakonieheim Am Jödebrunnen, Haus Braunschweig (Wohnheim für suchtgeschädigte Menschen) und das Betreute Wohnen am Pippelweg.

Darüber hinaus gibt es mehr als zehn Beratungsstellen in der Wohnungslosenhilfe (Caritas, Diakonie, Straffälligenhilfe, DRK, DROBS, etc.), die weitere Angebote bereithalten wie etwa Stadtteilläden, Straßensozialarbeit, Tagestreffs, Drogenberatung, und noch mehr.

Der Tagestreff "Iglu"

Vor allem im Winter ist der Tagestreff "Iglu" in der Wilhelmstraße ein wichtiger Treffpunkt. Hier bekommen Wohnungslose nicht nur eine Mahlzeit und heiße Getränke, sondern können auch duschen, Wäsche waschen und vieles mehr. (ck)