Braunschweig 

Panzerminen in Braunschweig gefunden: Während Entschärfung müssen Hunderte ihre Wohnungen verlassen

Am Mittwoch werden in Braunschweig Panzerminen entschärft.
Am Mittwoch werden in Braunschweig Panzerminen entschärft.
Foto: Stadt Braunschweig

Braunschweig. Panzerminen aus dem Zweiten Weltkrieg in Braunschweig gefunden!

Bei Sondierungsarbeiten in Zusammenhang mit der Entschlammung des Neuen Bleekteichs in Braunschweig-Riddagshausen sind am Montag Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.

Mehrere hundert Menschen von Evakuierung betroffen

Dabei handelt es sich um zwei Panzerminen und eine Handgranate. Diese sind dort zum Kriegsende offenbar entsorgt worden. Da davon auszugehen ist, dass die Kampfmittel noch "scharf" sind, sollen sie am Mittwoch, 21. November, ab 15 Uhr vor Ort kontrolliert vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Hannover gesprengt werden.

Dies macht eine Evakuierung in einem Umkreis von etwa 300 Metern um den Fundort nötig. Sieben Straßen in Braunschweig-Riddagshausen sind davon betroffen. Dort wohnen etwa 300 Menschen.

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Betroffen sind die Straßen Am Kreuzteich, Ebertallee 56 bis 64, Johanniterstraße 6 bis 7 B, Klostergang, Nehrkornweg, Neuhofstraße, Wiendruwestraße 4 bis 6. Der Gefahrenbereich wird ab 13 Uhr von Stadt und Polizei gesperrt.

Bis spätestens 14 Uhr sollen die Bewohner ihre Häuser verlassen haben. Die Feuerwehr wird die Straßenzüge ablaufen und kontrollieren, dass alle Häuser verlassen sind.

Aufenthaltsorte während der Evakuierung

Wer für die Zeit der Evakuierung einen Aufenthaltsort sucht, kann ab 12 Uhr in die Dreifachturnhalle Grunewaldstraße kommen.

Ein Busshuttle fährt dorthin ab 12.30 Uhr regelmäßig von der Haltstelle Nehrkornweg ab. Wer einen Krankentransport benötigt, kann im Vorfeld unter der Telefonnummer 19222 anrufen. Ein Bürgertelefon ist ab morgen um 10 Uhr unter 2345-678 geschaltet und erteilt Auskünfte.

Ohne Komplikationen sollte die Sprengung maximal eine halbe Stunde dauern, danach können die Menschen in ihre Häuser zurückkehren.

Spaziergänger sollen am Mittwoch das Naturschutzgebiet meiden

Während der Zeit der Sperrung ist zudem mit Einschränkungen des Verkehrs in dem Bereich zu rechnen, da die Ebertallee zwischen Schöppenstedter Turm und dem Messeweg gesperrt wird.

Wer aus Richtung der Anschlussstelle Sickte kommt und in Richtung Braunschweig fährt, sollte am Schöppenstedter Turm die Helmstedter Straße wählen.

Spaziergänger sollten das Naturschutzgebiet, insbesondere das Gebiet um die Teiche, am Mittwoch meiden. (fb)