Braunschweig 

Mit Video: Sprengung in Riddagshausen war erfolgreich!

Sprengung in Riddagshausen

Erfolgreiche Sprengung in Riddagshausen.

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  • Sprengung in Riddagshausen erfolgreich!
  • Sprengmeister: Keine weitere Gefahr mehr!
  • Vorher wurden weitere Kampfmittel gefunden.

Braunschweig. Die Sprengung von zwei Panzerminen und einer Handgranate im Neuen Bleeksteich in Riddagshausen ist erfolgreich verlaufen. Nach einem lauten Knall meldete Sprengmeister Michael Tillschneider um 15.18 Uhr, dass von den Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg keine weitere Gefahr ausgeht.

Die zwei deutschen Panzerminen und die Handgranate waren am Montag bei Sondierungsarbeiten in Zusammenhang mit der Entschlammung des Neuen Bleeksteichs gefunden worden.

300 Menschen mussten raus

Rund 300 Menschen in einem Umkreis von 300 Metern mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die Bürger hatten sich auf die Evakuierung eingestellt, es fanden keine Krankentransporte statt und niemand nutze die Möglichkeit, sich in der Sammelunterkunft in der Grünewaldstraße aufzuhalten.

Zufällig weitere Kampfmittel gefunden

Bei der Vorbereitung der Sprengung wurden noch weitere Kampfmittel gefunden: unter anderem eine Übungsgranate, Kleinmunition und Reste eines Maschinengewehrs – von diesen ging aber keine Gefahr aus.

Malchau: "Danke an alle Einsatzkräfte"

Rund 175 Personen von der Feuerwehr, der Stadt und den Hilfsorganisationen waren im Einsatz. Torge Malchau, Leiter der Feuerwehr: "Danke an alle Einsatzkräfte, die heute für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben, und an die Anwohnerinnen und Anwohner für ihr Verständnis."

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Mittwoch, 21. November

15:25 Uhr - Die Sperrungen sind aufgehoben. "Wir verabschieden uns aus dem Einsatz", so die Polizei.

15:18 Uhr - DIE SPRENGUNG WAR ERFOLGREICH!

15:00 Uhr - Es gibt eine neue Zeit: Laut der Stadt soll um 15.15 Uhr gesprengt werden!

14:52 Uhr - Die Sprengsätze werden freigeschaufelt, um den Sprengsatz an die Mine zu legen.

14:25 Uhr - "Gleich wird es kurz laut in Braunschweig", twittert die Polizei.

14:19 Uhr - Alles sicher. Gegen 14.30 Uhr sollen die Minen gesprengt werden.

14:07 Uhr - Jetzt wird kontrolliert, ob auch wirklich alle Bewohner evakuiert wurden. Danach kann gesprengt weren.

13:36 Uhr - Laut Angaben der Stadt Braunschweig wurden soeben zwei Pferde aus dem zu evakuierenden Bereich gebracht. Der Grund: Ihre Besitzerin, eine Hebamme, ist gerade bei einer Geburt.

Bilder der Aktion:

13:35 Uhr - Die Spezialisten konnten bereits eine Kiste mit einem französischen Maschinengewehr freilegen. Außerdem darin: eine Übungsgranate, Kleinmunition. "Gefahr geht nur von den zu sprengenden Panzerminen und der Handgranate aus", so die Stadt.

13.30 Uhr - Ab etwa endet die Buslinie 418 in Riddagshausen an der Haltestelle "Kreuzteich". Die Polizei meldet sich bei Twitter zu Wort: "Auch wir sind bereits vor Ort."

13:04 Uhr - Der Evakuierungsbereich wird ab jetzt gesperrt. Ab 14 Uhr wird kontrolliert, ob alle Bewohner raus sind.

12:47 Uhr - Bis spätestens 14 Uhr müssen alle Menschen den gesperrten Bereich verlassen haben.

12:30 Uhr - Der erste Evakuierungsbus startet zur Sammelunterkunft in der Grünewaldstraße.

11:36 Uhr - In einer knappen Stunde gibt es eine "Presserundfahrt", bei der wir mehr Infos bekommen.

10:37 Uhr - Dieser Einsatz sei für die Mitarbeiter eine alltägliche Vorgehensweise, dürfe aber nicht zur Routine werden, da sonst die stets aktuelle Gefährdungssituation außer Acht gelassen wird. "Angst ist für diese Tätigkeit die falsche Eigenschaft, hier ist immer Vorsicht geboten", so Thomas Bleicher vom Kampfmittelbeseitigungsdienst.

09:38 Uhr - Die einzelnen Kampfmittel werden nachher mit einer Sprengladung versehen und mittels einer per Funk ausgelösten Zündung gesprengt. Unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten wird im Vorfeld noch ein zusätzlicher Splitterschutz in Form von Sand- oder Wasserüberdeckung errichtet, damit umherfliegende Metallsplitter niemanden gefährden.

09:07 Uhr - Wenn alle Menschen das Gebiet verlassen haben, sollen die drei Kampfmittel "berührungsfrei am Fundort gesprengt" werden. Hintergrund: Wegen der fortgeschrittenen Korrosion und der Empfindlichkeit der Zündsysteme ist eine manuelle Entschärfung nicht möglich ist. Auch ist ein Straßentransport nicht durchführbar.

08:29 Uhr - Für die Durchführung ist von der zuständigen Gefahrenabwehrbehörde, also der Stadt Braunschweig, ein Sicherheitsradius von etwa 300 Meter einzurichten und die darin befindlichen Personen sind von den Einsatzkräften der Polizei und Feuerwehr zu evakuieren.

07:00 Uhr - Sprengmeister Michael Tillschneider wird sich heute um die Panzerminen sowie die Handgranate kümmern, schreibt Thomas Bleicher vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen.

Dienstag, 20. November

18:24 Uhr - Jetzt hat auch die Warn-App Nina angeschlagen, um die Bevölkerung auf die bevorstehende Evakuierung vorzubereiten. Inder Warnmeldung heißt es, dass der Gefahrenbereich ab 13 Uhr gesperrt wird. Bewohner werden gebeten, auf Lautsprecherdurchsagen zu achten.

12:15 Uhr - Von der Stadt kommen neue Infos:

  • Der Messeweg bleibt frei. Die 418 fährt nur bis zur Haltestelle Kreuzteich. Die Haltestellen Grüner Jäger und Nehrkornweg werden nicht bedient.
  • Um 12:30 Uhr fährt der erste Evakuierungsbus zur Sammelunterkunft in der Dreifachturnhalle Grunewaldstraße ab der Haltestelle Nehrkornweg. Danach im 20-Minuten-Takt, bis alle Anwohnerinnen und Anwohner das Evakuierungsgebiet verlassen haben.

12:05 Uhr - Winfried Cronauge von der Feuerwehr Braunschweig sagt news38.de, dass etwa 150 Kräfte im Einsatz seien werden. "Für uns ist das ein vergleichsweise kleiner Einsatz, zumal Riddagshausen ja auch nicht so dicht besiedelt ist. Und es gibt dort auch kein Seniorenheim oder so etwas."

08:34 Uhr - Die Polizei Braunschweig schreibt bei Facebook: "Bitte helft den Kollegen der Stadt und der Feuerwehr und verlasst den Sicherheitsbereich zügig am Mittwochmittag. Desto schneller können alle wieder zurück in ihre Häuser. Und für alle Verkehrsteilnehmer gilt. Den Bereich weiträumig umfahren."

Montag, 19. November

19:01 Uhr - Die Stadt Braunschweig meldet, dass bei der Entschlammung des Neuen Bleekteichs in Riddagshausen zwei Panzerminen und eine Granate gefunden wurden. Wahrscheinlich sei die Kriegsmunition noch scharf, daher soll sie am Mittwochnachmittag gesprengt werden. 300 Menschen müssen dann ihre Häuser verlassen. (ck)