Braunschweig 

Terror in Straßburg: Wie sichern Braunschweig, Wolfsburg und Co. jetzt die Weihnachtsmärkte?

Die Betonpoller sollen für mehr Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt sorgen.
Die Betonpoller sollen für mehr Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt sorgen.
Foto: Mareike van Gerpen

Region38. Nach dem Terroranschlag in Straßburg sind die Sicherheitskräfte auch in Deutschland auf der Hut. Werden jetzt Maßnahmen auch auf den Weihnachtsmärkten in der Region38 ergriffen? Wir haben bei den Polizeidienststellen in der Region nachgefragt.

Die Polizei in Braunschweig hält an dem Sicherheitskonzept für den Braunschweiger Weihnachtsmarkt fest. "Wir werden keine zusätzlichen Maßnahmen ergreifen", erklärt Carolin Scherf, Pressesprecherin der Polizei Braunschweig. "Die Kollegen, die auf dem Markt unterwegs sind, sind soweit ausgerüstet, dass sie im Falle eines Anschlags direkt reagieren können."

Konkrete Hinweise auf eine Bedrohungslage in Braunschweig gebe es derzeit nicht. Die Rückmeldung der Weihnachtsmarkt-Besucher sei größtenteils positiv. Auch wenn sich vereinzelt Passanten an der schweren Bewaffnung der Beamten stören, fühlen sich die Marktbesucher in Braunschweig sicher.

"Unser Weihnachtsmarkt ist sicher"

Für den Wolfsburger Weihnachtsmarkt gibt es, laut Angaben von Polizeisprecher Thomas Figge, keine konkreten Anschalgshinweise. "Dennoch werden sich Verantwortliche von Polizei und Stadtverwaltung im Laufe der Stadt zusammen setzten und besprechen, ob es noch zusätzliche Maßnahmen geben muss", so Figge.

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Unabhängig von konkreten Bedrohungen sind Stadt und Polizei auf dem Weihnachtsmarkt Wolfsburg in ständigem Einsatz, um die Besucher zu schützen. Deshalb beruhigt die Polizei in Wolfsburg: "Unser Weihnachtsmarkt ist sicher".

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In Wolfenbüttel werden die Sicherheitskräfte von Polizei und Sicherheitsdienst erneut senisibilisiert, ansonsten halte man laut Polizeisprecher Frank Oppermann am Sicherheitskonzept fest. "Die Einsatzkräfte achten auf herrenlose Gegenstände und auffällige Personen".

Auch das Einfuhrverbot in die Fußgängerzone werde streng durchgesetzt. Weihnachtsmarktbesucher in Wolfenbüttel sollen sich jedoch keine Sorgen machen: "Für Wolfenbüttel haben wir keine konkrete Bedrohungslage", so Oppermann.

Keine verschärften Sicherheitsmaßnahmen

Auch das Innenministerium in Hannover sieht zunächst keinen Anlass, die Sicherheitsmaßnahmen in Niedersachsen zu erhöhen. "Es bleibt alles so, wie gehabt", sagte eine Sprecherin am Mittwoch der Deutschen Presseagentur.

Man müsse ohnehin schon seit geraumer Zeit mit einer abstrakt hohen Sicherheitslage leben, worauf die Polizeibehörden des Landes entsprechend sensibilisiert seien. Patentrezepte gebe es nicht.

"Jede Sicherheitsbehörde bewertet ihre Lage für sich und trifft Maßnahmen im Rahmen ihrer örtlichen Gegebenheiten." Sie räumte allerdings ein, dass nach einem Anschlag noch einmal auf die Sicherheitsmaßnahmen geschaut werde. Sollten sich daraus Konsequenzen ergeben, würden diese sicherlich bundesweit diskutiert und umgesetzt werden.

Wie geht es euch beim Weihnachtsmarkt-Besuch?