Braunschweig 

Nach erschreckender Bilanz: Stadt Braunschweig checkt noch mal Shisha-Bars

Im März fiel die Kontroll-Bilanz in Braunschweig viel drastischer aus (Symbolbild).
Im März fiel die Kontroll-Bilanz in Braunschweig viel drastischer aus (Symbolbild).
Foto: dpa
  • Zuletzt gab es bei jeder Shisha-Bar etwas zu meckern.
  • Deswegen hat die Stadt Braunschweig noch mal nachgeprüft.
  • Das Ergebnis fällt positiv aus - mit einer Ausnahme.

Braunschweig. Die Betreiber der Braunschweiger Shisha-Bars scheinen dazuzulernen. Die Stadt hat nur noch bei einer Bar etwas zu meckern, wenn es um die Raumluft geht.

Stadt Braunschweig checkt Shisha-Bars

Mitarbeiter des Ordnungs- und Gewerbeamts haben eine nächtliche Kontrolle gemacht. Acht Bars der neun Shisha-Bars seien überprüft worden, heißt es am Mittwoch. Eine sei schon geschlossen gewesen. Den Kontrolleuren zufolge können Wasserpfeifen-Freunde in sieben der Bars bedenkenlos rauchen.

CO-Wert in einer Bar viel zu hoch

In der beanstandeten Bar hätten "gesundheitsgefährdende Zustände" geherrscht, so die Stadt. Der in der Luft gemessene Kohlenmonoxid-Wert (CO) sei viel höher als der im Gaststättengesetz verankerte Grenzwert gewesen. Atmet man große CO-Mengen ein, kann es in kürzestester Zeit zu Vergiftungen kommen, die zum Tod führen können.

Um die Gäste und die Barmitarbeiter davor zu schützen, wurde der Gastraum direkt belüftet. Von den 21 Shishas wurden 15 außer Betrieb genommen. Die Mitarbeiter sollen Kohlereste ab sofort mit Wasser löschen anstatt sie wie bisher ausglühen zu lassen.

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Gleichzeitig haben die Kontrolleure in den Bars darauf geachtet, wie es mit dem Nichtraucherschutz aussieht. Auch gab es nur für die beanstandete Bar Ärger. Es war die einzige, in der Tabak auch außerhalb des Raucherraums geraucht wurde.

Die Stadtverwaltung Braunschweig kündigt in einem Atemzug an, dass das nicht die letzten Kontrollen dieser Art waren. Noch im März hatten die Kontrolleure bei jeder Shisha-Bar etwas zu beanstanden. (ck)