Braunschweig 

Hilfe für Geflüchtete: Braunschweig ist jetzt ein "Sicherer Hafen"

Foto: Mareike van Gerpen

Braunschweig ist ein "Sicherer Hafen" - das hat der Rat am Dienstag mit den Stimmen von SPD, Linken, Grünen, BIBS und Piraten beschlossen.

Das heißt, dass Braunschweig von der Bundesregierung und der europäischen Politik einfordert, Verantwortung für Menschenleben zu übernehmen. Zuvor hatten sich schon 28 andere deutsche Städte so positioniert, zum Beispiel Hamburg und Berlin, aber auch Oldenburg und Osnabrück.

Sicherer Hafen - was bedeutet das?

  • Die Stadt setzt sich dafür ein, dass Menschen in Seenot auf dem Mittelmeer gerettet werden.
  • Die Stadt erklärt sich bereit, Geflüchtete aufzunehmen, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind.
  • Damit fordert die Stadt, das Völkerrecht einzuhalten und Menschenrechte zu gewährleisten, indem Menschen auf der Flucht Schutz gewährt wird.

Von der "Seebrücke Braunschweig" heißt es am Dienstag, damit sei ein wichtiges Zeichen für eine menschenwürdige Migrationspolitik gesetzt worden.

"Diese Resolution zeigt, dass auch unsere Stadt Braunschweig sich selbstbewusst gegen Abschottung, rechte Politikhetze und Menschenrechtsverletzungen positioniert", so die "Seebrücke".

Die Aktivisten streben nach eigenen Angaben an, im kommenden Jahr mit städtischen Institutionen und migrationspolitischen Organisationen sowie sozialen Einrichtungen die Aufnahme aus der Seenot geretteter Menschen auf der Flucht umzusetzen.

Mehr zum Thema:

"Wir wollen Verantwortung übernehmen und bieten der Stadt Braunschweig weiterhin unsere Tatkraft an", schreibt die "Seebrücke". (ck)