Braunschweig 

Appell an Markurth: Seebrücke will Gerettete nach Braunschweig holen

Aus Seenot gerettete Menschen an Bord der "Sea Watch" (Archivbild).
Aus Seenot gerettete Menschen an Bord der "Sea Watch" (Archivbild).
Foto: Imago

Braunschweig. Es ist ein Appell an die Menschlichkeit - und an den Oberbürgermeister: Die "Seebrücke Braunschweig" fordert die Stadt dazu auf, aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufzunehmen.

Ganz konkret geht es um ein oder zwei der 33 Menschen, die die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch am Samstag aus dem Mittelmeer gerettet hatte. "So ist Weihnachten auf dem Mittelmeer", hieß es. Auch ein wenige Tage altes Baby sei gerettet worden.

Seebrücke schreibt Markurth Offenen Brief

Dieser Rettung müssten jetzt Taten folgen, heißt es in einem Offenen Brief an Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD): "Eine Rückführung in die Hölle Libyens ist keine Option!"

Braunschweig und alle anderen der mehr als 30 Städte und Kommunen, die sich zum "Sicheren Hafen" erklärt haben, könne den vorm Ertrinken geretteten Flüchtlingen ein menschenwürdiges und sicheres Leben ermöglichen.

Braunschweig als "Sicherer Hafen"

Die "Seebrücke Braunschweig" fordert Markurth dazu auf, gegenüber der Bundesregierung und den Regierungen der Mittelmeer-Staaten zu erklären, dass Braunschweig bereit ist, gerettete Menschen unbürokratisch aufzunehmen.

"Lassen Sie diese Menschen nicht sterben, wie die Bäume in der Jasperallee. Dies wäre ein ganz einfaches doch so naheliegendes Zeichen an die Menschlichkeit", so steht es in dem Brief.

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Hintergrund: Vor knapp einer Woche hatte eine Mehrheit im Braunschweiger Rat dafür gestimmt, die Stadt zum "Sicheren Hafen" zu machen.

Sicherer Hafen - was bedeutet das?

  • Die Stadt setzt sich dafür ein, dass Menschen in Seenot auf dem Mittelmeer gerettet werden.
  • Die Stadt erklärt sich bereit, Geflüchtete aufzunehmen, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind.
  • Damit fordert die Stadt, das Völkerrecht einzuhalten und Menschenrechte zu gewährleisten, indem Menschen auf der Flucht Schutz gewährt wird.

(ck)