Braunschweig 

Braunschweig: Peta-Verfahren gegen Schlangenzüchter eingestellt

Insgesamt 3.000 Euro hat Schlangenzüchter Carsten Voigt gesammelt - Isa Groth vom Kinderhospiz Löwenherz hat sich gefreut.
Insgesamt 3.000 Euro hat Schlangenzüchter Carsten Voigt gesammelt - Isa Groth vom Kinderhospiz Löwenherz hat sich gefreut.
Foto: Carsten Voigt

Braunschweig. Carsten Voigt atmet auf. Die Stadt Braunschweig hat das Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Schlangenzüchter eingestellt. Der Verdacht, dass Carsten gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat, habe sich nicht bestätigt, heißt es in einem Schreiben, das news38.de vorliegt.

3.000 Euro fürs Kinderhospiz Löwenherz

Der Vordorfer hatte es im vergangenen September eigentlich nur gut gemeint. Zum zweiten Mal hatte der erfahrene Schlangenzüchter eine seiner Schlangen versteigert – zugunsten des Kinderhospiz Löwenherz in Braunschweig. 3.000 Euro waren so zusammengekommen.

Peta meldet Fall - Veterinäramt kommt

Danach bekam er unangemeldeten Besuch: Das Veterinäramt war da – laut Carsten eingeschaltet von der Tierrechtsorganisation Peta. Hintergrund: Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, ein Tier als Preis einer Verlosung auszuloben.

Stadt Braunschweig stellt Verfahren ein

Weil der 38-Jährige sich mit seiner Charity-Aktion aber spezifisch nur an Reptilienhalter und -züchter gewandt habe und deswegen davon auszugehen sei, dass die Schlange in gute und erfahrene Hände gekommen sei, habe man das Verfahren eingestellt, so die Stadt Braunschweig.

Königpython kam zu erfahrenem Züchter

Carsten hatte sich nach eigenen Angaben persönlich von dem Gewinner der Königpython überzeugt. Bei ihm handle es sich um einen szenebekannten Züchter.

Auf Peta war und ist Carsten nicht gut zu sprechen: "Dass dieser Verein auf dem Rücken todkranker Kinder ein Exempel statuiert, ist an Geschmacklosigkeit kaum noch zu überbieten", schrieb er news38.de.

Jetzt doch: Dritte Charity-Aktion

Eigentlich wollte er keine Charity-Aktion mehr machen. Macht er jetzt aber doch - denn der 38-Jährige hat das Okay der Stadt.

Sie bittet den Schlangenzüchter nur darum, die Teilnahme an der Verlosung "an tierschutzrechtlich vertretbare Kriterien zu knüpfen, um eine art- und bedürfnisangemessene Tierhaltung zu gewährleisten." (ck)