Braunschweig 

"Die Luft brennt" – so reagiert die Stadt Braunschweig auf Vorwürfe der Feuerwehr

Konkrete Kritik kam von der Feuerwehr Veltenhof (Symbolbild).
Konkrete Kritik kam von der Feuerwehr Veltenhof (Symbolbild).
Foto: Mareike van Gerpen
  • Der Ortsbrandmeister von Veltenhof beklagt fehlende Einsatzkleidung.
  • Als Reaktion werde man erstmal keine neuen Kräfte anwerben.
  • Die Stadt Braunschweig reagiert – und liefert Zahlen.

Braunschweig. "Die Luft brennt" – so drastisch hatte es Veltenhofs Ortsbrandmeister Bastian Toch formuliert. Gemeint war die Tatsache, dass, so Toch, die Stadt Braunschweig neue Einsätzkräfte nicht zeitnah mit der benötigen Einsatzkleidung ausstattet.

Feuerwehr Veltenhof kündigt Reaktion an

Einsatzjacken, Einsatzhosen und Handschuhe – all das fehle. Daher werde man jetzt ein "klares Signal in Richtung Stadtkommando und Politik" senden und erstmal nicht mehr aktiv nach neuen Mitgliedern suchen.

Stadt: 60 neue Sätze frisch geliefert

Im Braunschweiger Rathaus will man das so nicht stehen lassen. Auf news38.de-Nachfrage schreibt Lisa Bertram von der Stadt Braunschweig, dass in der zweiten Kalenderwoche 60 Sätze Überbekleidung für die Feuerwehr geliefert wurden. Der Wert: rund 67.000 Euro.

"Mit dieser Bekleidung sollen nun primär die rund 25 Kameradinnen und Kameraden - von insgesamt rund 1.100 Kameradinnen und Kameraden - ausgestattet werden, die aktuell noch keine Überbekleidung haben", so die Stadt.

Neue Ausschreibung läuft bereits

Das habe der Stadtbrandmeister den 30 Ortsbrandmeistern im Dezember so auch mitgeteilt. Aktuell werde schon die nächste Ausschreibung für die Beschaffung neuer Schutzkleidung vorbereitet.

Jetzt wieder mehr Geld zur Verfügung

Die Feuerwehr habe das Ziel, künftig alle neuen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr direkt nach dem Eintritt mit der notwendigen Schutzausrüstung auszustatten. Zuletzt seien die Finanzmittel dafür knapp gewesen, zum Haushalt 2019 seien die Ansätze erhöht worden.

Dass es im vergangenen Jahr zu Engpässen und Wartezeiten kam, gibt die Stadt aber unumwunden zu. "Zum einem lag das an dem erfreulichen Umstand, dass sich mehr Braunschweigerinnen und Braunschweiger für ein ehrenamtliches Engagement bei der Feuerwehr entschieden haben als die Feuerwehr es vermutet hat", heißt es.

Zum anderen habe es einen Zeitraum gegeben, in dem wegen europaweiter Ausschreibungen und langer Lieferzeit keine Überbekleidung in der Kleiderkammer vorhanden war. (ck)