Braunschweig 

Als erste in Deutschland: Feuerwehr Braunschweig startet "digitales Blaulicht"

"Die Einführung des "digitalen Blaulichts" und die Beteiligung am Forschungsprojekt SIRENE ist für die Stadt Braunschweig ein Leuchtturmprojekt", sagt Feuerwehrdezernent Claus Ruppert.
"Die Einführung des "digitalen Blaulichts" und die Beteiligung am Forschungsprojekt SIRENE ist für die Stadt Braunschweig ein Leuchtturmprojekt", sagt Feuerwehrdezernent Claus Ruppert.
Foto: Michaela Heyse/Stadt Braunschweig

Braunschweig. Die Feuerwehr Braunschweig wappnet sich mit dem "digitalen Blaulicht" für die Zukunft: Sie ist die erste in Deutschland, die mit der neuesten Technik ausgestattet ist, um den Verkehr in naher Zukunft in der Umgebung vor nahenden Einsatzfahrzeugen zu warnen.

"Digitales Blaulicht" soll Autofahrer in Braunschweig früh informieren

Durch das "digitale Blaulicht" sollen Autofahrer schon auf Einsatzfahrzeuge aufmerksam gemacht werden, noch bevor diese zu hören oder zu sehen sind. So könnten sie frühzeitig eine Rettungsgasse bilden und die Einsatzkräfte kämen schneller zum Ziel, hofft die Stadt Braunschweig in einer Mitteilung am Donnerstag.

Neue Funktechnik macht's möglich: Car2Car-Kommunikation

Außerdem soll das System für mehr Sicherheit sorgen, wenn sich Einsatzfahrzeuge aus nichteinsehbaren Straßen nähern. Grundlage des Systems ist eine neue Funktechnik, genannt "Car2Car-Kommunikation". Diese warnt den Fahrer über eine Anzeige im Display des Autos.

Mehr über die Feuerwehr Braunschweig:

Forschungsprojekt SIRENE in Braunschweig

Die Einführung des "digitalen Blaulichts" ist ein Zwischenergebnis des Forschungsprojekts SIRENE. Dessen Ziel ist es unter anderem, eine "grüne Welle" für die Einsatzfahrzeuge zu erzeugen.

Zunächst wurden zwei Einsatzfahrzeuge mit speziellen Geräten ausgestattet, die via Car2Car-Technologie mit Ampelanlagen kommunizieren und das Signal für das "digitale Blaulicht" aussenden.

Das Problem: Autos haben Technik bisher nicht

Damit Autos die Warn-Anzeige empfangen können, brauchen sie eine Car2Car-Schnittstelle. Bisher gibt es diese Technik in Autos noch nicht, aber laut der Stadt sollen Neuwagen schon bald serienmäßig damit ausgestattet werden.

Die Projektpartner in Braunschweig rechnen jedenfalls damit, dass sich die Technik auf dem Markt durchsetzt. Logischerweise funktioniert das System umso besser, je mehr Autofahrer das "digitale Blaulicht" empfangen. (ck)