Braunschweig 

Marderhund attackiert Menschen in Braunschweig: So viele Fälle gab es bisher

Marderhunde sind Allesfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen neben Mais Obst und Insekten auch Aas, meist Kleinsäuger, Vögel und Amphibien. (Archivbild)
Marderhunde sind Allesfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen neben Mais Obst und Insekten auch Aas, meist Kleinsäuger, Vögel und Amphibien. (Archivbild)
Foto: dpa

Braunschweig. Der aggressive Marderhund aus Braunschweig ist immer noch nicht gesichtet worden. Nach wie vor suchen die zuständigen Jagdpächter im Norden der Stadt intensiv nach dem Tier, das bereits Menschen und Hunde angegriffen und gebissen hat.

Marderhund attackiert Menschen in Braunschweig

Stadtsprecher Rainer Keunecke hat am Dienstag auf news38.de-Nachfrage konkretisiert, wie viele Fälle bisher gemeldet wurden. Demnach haben sich bislang drei Hundehalter gemeldet, weil sie nach eigenen Angaben von dem Marderhund attackiert wurden.

Inwiefern die Betroffenen sich danach ärztlich behandeln ließen, sei der Stadt nicht bekannt – auch nicht, wie viele Hunde der Marderhund schon angegriffen hat. Der Polizei liegen aktuell auch keine Zahlen vor, sagte Sprecher Stefan Weinmeister.

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Aber ganz offensichtlich handelt es sich um einen sehr seltenes und ungewöhnliches Verhalten des Tieres. An etwas Vergleichbares können sich die Sprecher der Stadt und der Polizei nicht erinnern.

Verletzter Marderhund greift Polizisten an

Allein im Heidberg habe es mal einen Vorfall gegeben – allerdings mit einem anderen Hintergrund. 2011 war ein Marderhund von einem Auto angefahren und verletzt worden. Wohl aus Panik und um sich zu verteidigen, griff er damals einen Polizisten an, wie die "" berichtete.

Tier leidet wohl an Staupe

Im jetzigen Fall vermuten die Experten, dass der Marderhund an Staupe leidet. Die Viruserkrankung könne die auffällige Aggressivität des Tieres erklären, hieß es. Staupe kann nicht auf Menschen übertragen werden, allerdings auf andere Tiere wie Hunde.

Daher sollten Hunde- und Katzenhalter in den Bereichen Rühme, Bienrode, Kralenriede und Querum ihre Tiere möglichst nicht frei laufen lassen und deren Impfschutz überprüfen. (ck)