Braunschweig 

Braunschweig: Aggressiver Marderhund erlegt – Experte war sich von Anfang an sicher

Ein aggressiver Marderhund hatte in Braunschweig Menschen und Tiere angegriffen – am Donnerstag wurde das offenbar erkrankte Tier erlegt  (Symbolbild).
Ein aggressiver Marderhund hatte in Braunschweig Menschen und Tiere angegriffen – am Donnerstag wurde das offenbar erkrankte Tier erlegt (Symbolbild).
Foto: imago/Reiner Bernhardt

Braunschweig. Der aggressive Marderhund aus Braunschweig ist wahrscheinlich tot. Er wurde gegen 13.30 Uhr von einem Jagdpächter aus Querum erlegt.

Marderhund in Braunschweig erlegt

Kreisjägermeister Ronald Gerstenberg sagte zu news38.de, dass er sich sehr sicher ist, dass es sich um das aggressive Tier handelt – und nicht um einen der etwa 15 anderen Marderhunde in Braunschweig.

Unter anderem die Tatsache, dass sich das Tier am helllichten Tage so verhalte und derart öffentlich herumlaufe, sei völlig untypisch.

Sichtung in Kralenriede

Eine Frau habe den auffälligen Marderhund in der Nähe des Parnitzwegs in Kralenriede gesehen und direkt der Jagdbehörde Bescheid gesagt. Zwei Jäger seien dann ausgerückt – und haben das Tier erlegt.

Auch die Stadt Braunschweig geht offiziell davon aus, dass es das gesuchte Tier war: "Die Gefahr durch einen Marderhund ist damit aller Wahrscheinlichkeit nach gebannt, hieß es am Nachmittag.

Jetzt soll der Marderhund ans Veterinäramt weitergegeben werden. Dort soll das Tier genau untersucht werden. Die Experten vermuten, dass der Marderhund an Staupe erkrankt war.

Marderhund litt wohl an Staupe

Die Viruserkrankung greift verschiedene Gehirnzellen an – und führt daher zu ganz verschiedenen Reaktionen. Im konkreten Fall hatte der Marderhund Hunde und Menschen im Norden Braunschweigs angegriffen. "So etwas ist extrem selten; in Braunschweig gab es das noch nie", hieß es von der Jägerschaft.

Stadt und Jägerschaft weisen aber noch einmal grundsätzlich darauf hin, sich Tieren, die sich auffällig verhalten und natürliche Fluchtreflexe vermissen lassen, nicht zu nähern oder sie gar zu berühren. Entsprechende Beobachtungen sollten, wie in diesem Fall, der Polizei, der Stadtverwaltung oder dem Jagdpächter gemeldet werden. (ck)