Braunschweig 

Die Hanfbar verlässt Braunschweig - aber nur ein bisschen

Marcel Kaine und Bardia Hatefi haben für ihre Hanfbar in Braunschweig gekämpft. Jetzt steht die nächste Station Berlin an. (Archivbild)
Marcel Kaine und Bardia Hatefi haben für ihre Hanfbar in Braunschweig gekämpft. Jetzt steht die nächste Station Berlin an. (Archivbild)
Foto: Christopher Kulling

Braunschweig. Die Hanfbar kehrt Braunschweig den Rücken zu und macht sich auf zu neuen Ufern - jedenfalls teilweise. Das haben die Betreiber am Montagabend in einem Post bei Facebook verkündet.

Demnach werde das Geschäft in der Mühlenpfordtstraße geschlossen. Das Inventar werde nach Köln umziehen. Dort soll noch in diesem Monat eine weiter Hanfbar errichtet werden.

Der Laden in der Friedrich-Wilhem-Straße, der immer wieder Schauplatz von Razzien und Demonstrationen wurde, soll den Braunschweigern aber auch weiterhin als Café, CBD-Store und Veranstaltungsort erhalten bleiben.

Die Hanfbar verkündet die Entscheidung bei Facebook

Künftig soll das Business weiter in Berlin betrieben. Es gebe bereits Partner und Verbündete. Jetzt soll das Netzwerk in der Hauptstadt noch weiter ausgebaut werden.

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Eröffnung im Juli 2018

Erst im Juli 2018 wurde der Laden in der Friedrich-Wilhelm-Straße eröffnet. Betreiber Marcel Kaine und sein Partner Bardia Hatefi hatten sich seither immer wieder gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft verteidigen und rechtfertigen müssen. Immer wieder wurden die Geschäfte durchsucht - Betreiber Marcel Kaine saß am Ende sogar wochenlang in Untersuchungshaft. Nach 36 Tagen wurde er dann schließlich entlassen.

Hanfbar-Betreiber aus U-Haft entlassen: "Ihm geht's gut"

"Noch stärker werden"

Das Team der Hanfbar bedankte sich in dem Statement bei Facebook noch bei allen Unterstützern und Freunden, erklärte aber auch die Entscheidung und die Ziele für 2019:

"Um eine Veränderung herbeizuführen muss man tatsächlich sehr viel einstecken und neue Weg gehen. Aber wir sind uns sicher, dass der richtige Moment dafür gekommen ist. Lasst uns dieses Jahr noch stärker werden und zeigen, dass es gemeinsam möglich ist. Eine Pflanze mit einem so großartigen Nutzen kann nicht weiter ignoriert werden und sollte für jeden zugänglich sein." (mvg)