Braunschweig 

Seebrücke Braunschweig erinnert mit Mahnwache an Mittelmeer-Tote

Unter dem Motto "Tatort Mittelmeer - Seenotrettung ist kein Verbrechen" hatten die Akteure zu einer Mahnwache vor das Braunschweiger Rathaus eingeladen.
Unter dem Motto "Tatort Mittelmeer - Seenotrettung ist kein Verbrechen" hatten die Akteure zu einer Mahnwache vor das Braunschweiger Rathaus eingeladen.
Foto: Seebrücke Braunschweig AG Kreativer Protest

Braunschweig. Die Initiative "Seebrücke Braunschweig" hat mit einer Mahnwache an die Menschen erinnert, die auf ihrer Flucht im Mittelmeer ertrunken sind. Die Akteure gedachten den Toten unter dem Motto "Tatort Mittelmeer - Seenotrettung ist kein Verbrechen" vor dem Rathaus auch mit einer mit einer Schweigeminute.

Stadt Braunschweig bekommt Post

Neben Infotafeln und dem Klang von Meeresrauschen wurden auch Kerzen für die verstorbenen Flüchtlinge angezündet. Auch Botschaften wurden auf kleine Papierboote geschrieben, die dann in den Briefkasten der Stadt kamen.

Auch Politiker machen mit

Rund 35 Menschen haben am Dienstagabend bei der Aktion mitgemacht. Nach Angaben der Seebrücke waren auch Ratsmitglieder dabei, die aus Solidarität ihre Fraktionssitzungen unterbrochen hatten.

Mehr zur Seebrücke Braunschweig:

Seebrücken-Sprecher Carsten Duka forderte Oberbürgermeister Herrn Ulrich Markurth (SPD) und die Braunschweiger Ratsmitglieder in einer Rede dazu auf, den Ratsbeschluss in die Tat umzusetzen.

Die Stadt Braunschweig hatte sich im Dezember "Sicheren Hafen" erklärt und damit öffentlich ihre Bereitschaft zur Aufnahme von aus Seenot geretteter Menschen bekundet.

"Seenotrettung ist kein Verbrechen"

Duka beendete seine Rede mit den Worten "Seenotrettung ist kein Verbrechen - Seenotrettung ist eine Pflicht. Ein Verbrechen ist es jedoch Menschen bewusst ertrinken zu lassen!" (ck)