Braunschweig 

Lehrerstreik in Wolfsburg und Braunschweig: Wir sind vor Ort

Lehrer gehen in Niedersachsen am Montag auf die Straße. (Archivbild)
Lehrer gehen in Niedersachsen am Montag auf die Straße. (Archivbild)
Foto: dpa

Braunschweig/Wolfsburg. Lehrer in ganz Niedersachsen legen am Montagvormittag die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat zum Warnstreik aufgerufen.

Betroffene Städte sind: Braunschweig, Wolfsburg, Nienburg, Hannover, Osterode, Göttingen, Stade und Osnabrück.

Niedersachsen: Warnstreiks der Lehrer am Montag – hier sind Schulen betroffen

Das war der Liveticker:

15.18 Uhr: Auch Kerstin Haack aus dem Harz ist dabei, sie arbeitet als angestellte Grundschullehrerin in Hattorf. Haack sagte der dpa: "Wir sind angestellt und werden schlechter bezahlt als unsere Kollegen. Wir fordern die Angleichung der Bezahlung."

15.02 Uhr: Rund 500 Streikende sind nach Hannover gekommen.

14.47 Uhr: "Wir fordern die Arbeitgeber auf, endlich ein Angebot vorzulegen - sonst kommen wir wieder", sagt GEW- Sprecher Rüdiger Heitefaut.

13.39 Uhr: Die Länder haben die Forderungen bisher als überzogen zurückgewiesen. In zentralen Fragen gab es noch keine Annäherung. Am 28. Februar sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

12.22 Uhr: Laut GEW sind landesweit rund 600 Sozialpädagogen und angestellte Lehrer in Warnstreik getreten.

11.45 Uhr: Die Streikenden fahren nach Hannover, um dort um 14 Uhr am "Kröpke" mit anderen Lehrkräften zu demonstrieren.

11.12 Uhr: Die GEW fordert unter anderem sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr. Außerdem fordert die Gewerkschaft, dass die "Zwangsteilzeit" für pädagogische und therapeutsiche Fachkräfte an Förderschulen und in der Inklusion abgeschafft wird.

10.40 Uhr: Auch eine angestellte Lehrerin ist dabei: Meike Oehlmann von der IGS Schöppenstedt. "Ich streike dafür, dass angestellte Lehrer ihren verbeamteten Kollegen finanziell gleichgestellt werden", sagt sie. Auch von der Schulleitung der IGS bekomme sie Unterstützung.

"Wir sitzen alle zwei Jahre hier. Es wird immer nur geredet und versprochen, dabei geht es nicht mal um so viel Geld." Unterricht werde an den Schulen nicht wirklich erteilt, vielmehr sei die Betreuung gesichert. Einige Therapien fallen heute aus. "Es gibt bisher nur mündliche Versprechungen von Minister Tonne - mehr aber nicht", sagt Björn.

10.25 Uhr: Insgesamt sind 30 bis 40 Teilnehmer vor Ort.

André Demme (pädagogische Fachkraft) erklärt: "Wir kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und für Vollzeit statt Zwangsteilzeit". Brigitte Erich fordert: "Ich möchte, dass wir das bezahlt bekommen, was wir auch verdienen."

9.35 Uhr: Zwei Schulen in Braunschweig sind von dem Streik betroffen: Die Oswald Berkhan Schule und die Hans-Würtz-Schule. An beiden Schulen wurden zuvor Elternbriefe verteilt. "Sollten die Eltern keine Möglichkeit haben, ihre Kinder anderweitig zu betreuen, gibt es sogenannte Notgruppen", erklärt Susanne Schmedt, Streikleitung in Braunschweig.

9.25 Uhr: Seit 9 Uhr füllt sich die DRK-Kaufbar in Braunschweig. Hier ist das offizielle Streiklokal.

8.53 Uhr: Laut GEW-Geschäftsführer Rüdiger Heitefaut werden in Wolfsburg unter anderem die beiden Förderschulen bestreikt. Eine Betreuung der Kinder sei gesichtert so Heitefaut. "Entweder die Kinder bleiben zuhause oder es gibt eine Betreuung in der Schule."

8.45 Uhr: Die Gewerkschaften fordern für die Angestellten der Länder sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Sie verweisen auf sprudelnde Steuereinnahmen. (mvg/ck)