Braunschweig 

Razzia im Rockermilieu in Sachsen-Anhalt: Hund erschossen

SEK-Beamte stehen vor einem Gebäude. Im Zuge eines Braunschweiger Ermittlungsverfahrens im Rockermilieu laufen seit den frühen Morgenstunden Durchsuchungen von Objekten in Sachsen-Anhalt. Es gehe um schwerwiegende Straftaten nach dem Waffengesetz, teilte die Polizei Braunschweig mit. Beteiligt seien Spezialkräfte aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
SEK-Beamte stehen vor einem Gebäude. Im Zuge eines Braunschweiger Ermittlungsverfahrens im Rockermilieu laufen seit den frühen Morgenstunden Durchsuchungen von Objekten in Sachsen-Anhalt. Es gehe um schwerwiegende Straftaten nach dem Waffengesetz, teilte die Polizei Braunschweig mit. Beteiligt seien Spezialkräfte aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.
Foto: dpa

Braunschweig. Auf der Suche nach illegalen Waffen haben Spezialkräfte aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt am Montag mehrere Gebäude in Magdeburg und Schönebeck gestürmt. Dort vermutete Pistolen eines mutmaßlichen Händlers aus dem Raum Helmstedt seien dabei aber nicht gefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit. Auf einem Hof wurden die Einsatzkräfte laut Polizeibericht von einem Hund angegriffen, den sie zu ihrem Schutz erschossen.

"Hintergrund des Einsatzes waren zwei Festnahmen am Freitag", erläuterte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hans Christian Wolters. Nach mehrmonatigen Ermittlungen war dabei ein 54-Jähriger aus dem Raum Helmstedt auf einer Bundesstraße nahe Schönebeck im Salzlandkreis festgenommen worden. "In seinem Wagen wurden fünf Pistolen tschechischer Herkunft sichergestellt", sagte Wolters.

Bei dem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz vorbestraften Mann handelt es sich laut Wolters um ein ehemaliges Führungsmitglied der Rockergruppe "Red Devils" in Helmstedt. Er sitze seit Samstag wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Schusswaffen in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen äußere er sich bisher nicht.

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Durchsuchung in Königslutter

"Bei dem zweiten Festgenommenen handelt es sich um einen mutmaßlichen Kunden", berichtete Wolters. Bei einer Durchsuchung in Königslutter sei bei dem 61-Jährigen eine Waffe desselben Fabrikats gefunden worden. Er habe den Kauf gestanden, befinde sich daher nicht mehr in Haft.

Die Durchsuchungen in Sachsen-Anhalt fanden laut Wolters im Zuge der Ermittlung gegen weitere Verdächtige statt und richteten sich gegen potenzielle Waffenkäufer. "Am Montag gab es aber keine Festnahmen", sagte Wolters. (dpa)