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Braunschweig: Zoll-Fahnder bei Kontrolle „lebendig eingemauert“

Großkontrollen bei Paketdienstleistern in Niedersachsen.
Großkontrollen bei Paketdienstleistern in Niedersachsen.
Foto: Hauptzollamt Braunschweig

Braunschweig. Großkontrollen bei Paketdienstleistern in Niedersachsen.

In den frühen Morgenstunden des vergangenen Freitags rückten Zollfahnder bei 62 Kurier-, Express- und Paketdienstleistern in Braunschweig, Göttingen und Hildesheim an und überprüften auf Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße.

Großkontrolle in Paketdienstleistern in Braunschweig

Dahinter steckte eine bundesweite Schwerpunktprüfung . Insgesamt wurden 416 Arbeitnehmer von 62 Arbeitgebern zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt. Der Schwerpunkt lag dabei in Braunschweig (233).

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„Auch wenn scheinbar immer nur die drei, vier großen Paketdienstleister vor unserer Tür stehen, so sind es doch oft Subunternehmer, die als eigenständige Unternehmen gelten“, erklärt Pressesprecher Andreas Löhde vom Hauptzollamt Braunschweig die hohe Zahl geprüfter Arbeitgeber.

Verstöße gegen Mindestlohngesetz

Bei mehr als jedem vierten Fall (insgesamt: 129, davon Braunschweig: 111) erfordern die Antworten der Arbeitnehmer genauere Nachermittlungen durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls.

Vor allem Verstöße gegen das Mindestlohngesetz, aber auch das Vorenthalten von Arbeitsentgelt und Leistungsmissbrauch deuten sich laut Hauptzollamt an.

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Kurioser Zwischenfall in Braunschweig: „Lebendig eingemauert“

Bei einer Kontrolle in Braunschweig kam es auch zu einem kuriosen Zwischenfall. Ein Zollbeamter wurde bei seiner Arbeit „lebendig eingemauert“. Der Mann war während einer Kontrolle mit seinen Notizen beschäftigt. Die Förderbänder mit Paketen wurden nicht angehalten, sodass der Zöllner sich plötzlich mit einer scheinbar undurchdringlichen Mauer mit Paketen gegenübersah, nachdem er von seinem Zettel aufblickte.

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„Lädt zu schlechten Beamtenwitzen ein“

Pressesprecher Löhde weist auf den ernsten Hintergrund der zunächst lustigen Situation hin: „Natürlich lädt der Sachverhalt zu schlechten Beamtenwitzen ein - andererseits zeigt er die Arbeitsbedingungen in der kontrollierten Branche ziemlich deutlich.“ (ms)