Braunschweig 

Aggressiver Marderhund in Braunschweig – das Labor-Ergebnis ist da!

Er frisst fast alles, hat kaum Feinde und breitet sich immer weiter aus: Der Marderhund. Einer von ihnen hatte in Braunschweig Aufsehen erregt (Symbolbild).
Er frisst fast alles, hat kaum Feinde und breitet sich immer weiter aus: Der Marderhund. Einer von ihnen hatte in Braunschweig Aufsehen erregt (Symbolbild).
Foto: Imago/blickwinkel

Braunschweig. Jetzt ist es klar: Der aggressive Marderhund aus Braunschweig hatte Staupe. Wie die Stadt Braunschweig am Mittwoch mitteilt, sei das bei der Labor-Untersuchung des Kadavers herausgekommen. Eine Infektion mit Tollwut konnte ausgeschlossen werden.

Die Viruserkrankung Staupe tritt bei Wildtieren wie Füchsen, Mardern und Frettchen auf. Übertragbar auf den Menschen ist sie nicht. Eine Impfung schützt Haustiere vor der Ansteckung.

Marderhund in Braunschweig erlegt

Staupe greift verschiedene Gehirnzellen an – und führt daher zu ganz verschiedenen Reaktionen. Im konkreten Fall hatte der betroffene Marderhund Ende Januar im Norden Braunschweigs mehrere Menschen und Hunde angegriffen und war deswegen nach tagelanger Suche in Kralenriede von einem Jagdpächter erlegt worden.

Mehr zum erkrankten Marderhund:

Stadt und Jägerschaft wiesen in dem Zusammenhang auch grundsätzlich darauf hin, sich Tieren, die sich auffällig verhalten und natürliche Fluchtreflexe vermissen lassen, nicht zu nähern oder sie gar zu berühren. Entsprechende Beobachtungen sollten, wie im Fall des Marderhunds, der Polizei, der Stadtverwaltung oder dem Jagdpächter gemeldet werden.

Tier stammt eigentlich aus Asien

Der bis zu 65 Zentimeter große Marderhund, der aussieht wie eine Mischung aus Hund und Waschbär, stammt ursprünglich aus Asien. Im 19. Jahrhundert wurde er zur Pelzgewinnung in Russland eingeführt. Von hier aus verbreiteten sich die Tiere westwärts. (ck)