Braunschweig 

Braunschweiger Rechtsextreme als Sicherheitsdienst – WestfalenBahn distanziert sich aufs Schärfste

Die WestfalenBahn distanziert sich von rechtsextremen Gedankengut (Archivbild).
Die WestfalenBahn distanziert sich von rechtsextremen Gedankengut (Archivbild).
Foto: imago/Rüdiger Wölk
  • Rechtsextreme brüsten sich als Sicherheitsdienst-Mitarbeiter.
  • WestfalenBahn zieht Konsequenzen mit Sicherheitsdienstleister.

Braunschweig/Bielefeld. Die WestfalenBahn zeigt klare Kante – und zieht nach einem rechtsextremen Vorfall Konsequenzen. Zwei Rechtsextreme aus Braunschweig dürfen nie wieder für das Unternehmen arbeiten. Und auch sonst will die WestfalenBahn künftig genauer hinsehen.

Die beiden Braunschweiger waren am Samstagmorgen von einem externen Dienstleiter dafür eingesetzt worden, in einer WestfalenBahn voller Eintracht-Fans in Richtung Köln für Sicherheit zu sorgen.

Der WestfalenBahn selbst war nach eigenen Angaben beim Beauftragen des Sicherheitsdienstes weder bekannt, dass die beiden Rechtsextremen für den Dienstleister tätig sind noch dass sie für den Zug eingesetzt werden würden.

Rechtsextremes Gedankengut bei Instagram

"Aus dem Zug heraus veröffentlichten die Personen rechtsextremes Gedankengut in Form von Instagram-Beiträgen", schreibt die WestfalenBahn. Demnach habe man die Rechtsextremen dann sofort vom Zug abberufen.

Sie würden auch künftig nicht mehr über den Dienstleister in Zügen der WestfalenBahn eingesetzt, heißt es. Mehr noch: "Fortgehend müssen alle Personen, die über externe Dienstleister in den Zügen der WestfalenBahn tätig sind, die unternehmenseigene Verhaltensrichtlinie akzeptieren", schreibt das Unternehmen.

"Die WestfalenBahn ist und bleibt bunt"

Man sei täglich Dienstleister für Fahrgäste verschiedener Nationalität, Glaubensrichtung und Gesinnung. "Dieser sehr schönen Feststellung begegnen unsere Kolleginnen und Kollegen, die selber so verschieden sind wie unsere Kunden, mit gebotenem Respekt und Toleranz."

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In dieser Gemeinschaft sei kein Platz für Gedankengut, welches diese Haltung ablehnt: "Die WestfalenBahn ist und bleibt bunt." Diese Einstellung müsse auch von Dienstleistern eingefordert werden.

Auch Dienstleister reagiert

"Unser Vertragspartner hat uns noch am selben Tag sein Bedauern mitgeteilt und notwendige Konsequenzen gezogen", teilt die WestfalenBahn mit.

Der Dienstleister habe sich außerdem dazu verpflichtet, das bei der WestfalenBahn eingesetzte Personal sorgfältiger auszuwählen und vorab zu überprüfen, damit Vorfälle wie die vom vergangenen Samstag sich in Zukunft nicht wiederholen.

Gleichzeitig bedankt sich die WestfalenBahn bei den Hinweisgebern. (ck)