Braunschweig 

Hund und Besitzer attackiert: Drei Waschbären in Braunschweig erschossen

Einer der Waschbären soll auch einen Hund und dessen Herrchen angegriffen haben (Symbolbild).
Einer der Waschbären soll auch einen Hund und dessen Herrchen angegriffen haben (Symbolbild).
Foto: imago/Hartenfelser

Braunschweig. In Riddagshausen sind drei Waschbären erlegt worden. Die Stadt Braunschweig schreibt am Donnerstag, dass sich die Tiere "auffällig" verhalten haben.

Waschbär greift Mensch und Hund in Braunschweig an

Ein Tier soll einen Hund und dessen Besitzer attackiert haben. Es sei mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Waschbären, wie auch der auffällige Marderhund vor einem Monat, an Staupe erkrankt waren. Die Kadaver der Tiere würden derzeit untersucht. Untersuchungsergebnisse gebe es noch nicht.

Tiere vermutlich an Staupe erkrankt

Die Staupe ist eine weltweit verbreitete Viruserkrankung mit einem breiten Wirtsspektrum. Der Erreger ist bei Wildtieren wie Füchsen, Mardern und Frettchen weit verbreitet.

Staupe wirkt sehr verschieden auf die betroffenen Tiere – was ihr auffälliges Verhalten erklären könnte. Auf Menschen kann die Viruserkrankung nicht übertragen werden.

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Die Stadtverwaltung und der Vorsitzende der Jägerschaft Braunschweig, Hennig Brandes, raten Hundebesitzern dazu, ihre Hunde anzuleinen und die Wege nicht zu verlassen. Im Naturschutzgebiet Riddagshausen gilt ohnehin ein ganzjähriger Leinenzwang, in der übrigen freien Landschaft erst ab dem 1. April.

Polizei oder Jagdpächter informieren

Wildarten wie Waschbären, Marderhunde, Füchse oder Marder sind normalerweise nachtaktiv und scheu. Sollten sie sich tagsüber zeigen und auffällig verhalten, keine Scheu haben oder sich Menschen nähern, wird empfohlen, sich von den Tieren fernzuhalten und direkt oder über die Polizei den Jagdpächter zu benachrichtigen. (ck)