Braunschweig 

Schoduvel 2019: Das sagen Polizei, Rettungsdienst und ALBA

Polizisten aus ganz Niedersachsen waren beim Schoduvel in Braunschweig im Einsatz (Archivbild).
Polizisten aus ganz Niedersachsen waren beim Schoduvel in Braunschweig im Einsatz (Archivbild).
Foto: dpa
  • Polizei Braunschweig zieht positives Schoduvel-Fazit.
  • Rettungsdienst hat auch nicht so viel zu tun.
  • ALBA dafür muss mehr Müll wegräumen.

Braunschweig. Der Schoduvel 2019 ist aus Sicht der Polizei Braunschweig sehr ruhig verlaufen. Insgesamt haben die Beamten 28 Ermittlungsverfahren eingeleitet - das seien 15 weniger als im Vorjahr, bilanziert die Polizei am Tag danach. In acht Fällen handelt es sich demnach um Körperverletzungen, zuletzt waren es 15 gewesen.

Polizei Braunschweig macht Alkoholkontrollen

Außerdem gab es - wie angekündigt - Alkoholkontrollen. Von den 150 kontrollierten Jugendlichen hätten fünf den mitgeführten Alkohol nicht dabei haben dürfen. Laut Polizei haben die Teenies die Kontrollen durchaus positiv aufgenommen.

Nachdem der Schoduvel an sich aus polizeilicher Sicht schon relativ ruhig verlief, blieb es auch auf den Partys danach ziemlich friedlich: "In den Gaststätten und Kneipen kam es zu keinen nennenswerten Störungen", so die Polizei.

Schoduvel 2019 - das sind die Fotos:

In Sachen Glasflaschenverbot unter den Rathauskolonnaden am Bohlweg habe es ebenfalls keine Verstöße gegeben. Generell habe sich das Sicherheitskonzept bewährt.

24 Karnevalisten im Krankenhaus

Am Nachmittag legte der Rettungsdienst seine Zahlen vor. Die Teams von ASB und DRK schreiben von einem "erwarteten Ausmaß des Hilfeleistungs-Aufkommens".

"Auch in diesem Jahr gab es wieder eine Vielzahl an alkoholisierten Personen, die medizinisch betreut werden mussten", berichtet Marvin Schmidt, Gesamteinsatzleiter des Sanitätsdienstes. Demnach mussten 47 Patienten behandelt werden, 24 von ihnen kamen danach ins Krankenhaus.

Insgesamt waren beim diesjährigen Schoduvel in Braunschweig über 200 Helfer, zwei Notärzte und ca. 38 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Zudem waren neun Notfallseelsorger im Einsatz. Die Zusammenarbeit habe "wie gewohnt hervorragend funktioniert", so Schmidt.

Müllwerker reinigen Braunschweig nach dem Schoduvel

Obwohl etwas weniger Zuschauer die Straßen säumten, haben sie offenbar mehr Müll verursacht. Die Müllwerker von ALBA haben nach dem Schoduvel rund zwölf Tonnen Müll beseitigt. Laut Jörn Szustak von ALBA Braunschweig waren das knapp 0,7 Tonnen mehr als im vergangenen Jahr.

Demnach hatte der Nieselregen positive wie negative Folgen für die Müllwerker: "Die Zuschauer verließen teilweise recht zügig nach Durchlauf des Zuges die Karnevalsstrecke. Dies hat natürlich die Reinigung vereinfacht. Leicht erschwert wurde die Reinigung, da Papier aufgrund der Nässe auf dem Fußweg kleben blieb", erklärt Szustak. (ck)