Braunschweig 

Mann rammt Poller im Parkhaus - und wehrt sich gegen die Polizei

Den Poller hatte der Unfallfahrer voll erwischt.
Den Poller hatte der Unfallfahrer voll erwischt.
Foto: Christopher Kulling

Braunschweig. Ein betrunkener Autofahrer ist am frühen Sonntagmorgen mit seinem vollkommen zerschrammten Wagen von der Polizei erwischt worden.

Laut einem Bericht der Polizei Braunschweig stand der schwarze Audi des 40-Jährigen mitten auf der Straße. Erst als sich die Beamten dem Wagen näherten, fuhr das Auto weiter - aber das sehr unsicher.

Unfallstelle schnell entdeckt

Als die Polizei den Mann kontrollierte stellte sie fest, dass er ziemlich betrunken war. Er pustete stattliche 2,2 Promille. Und nicht nur das: Der Wagen hatte auch ringsherum frische Unfallspure. So machten sich die Beamten auf die Suche nach der Unfallstelle. Im Parkhaus in der Nähe wurden sie schließlich fündig: Betonsäulen und Absperrpoller waren beschädigt und zum Teil sogar umgeknickt. Die Unfallspuren passten exakt zu den Schäden am Audi.

------------------------

Mehr aus Braunschweig:

------------------------

Pipi-Angriff auf der Wache

Als dem Fahrer nun eine Blutprobe abgenommen werden sollte wehrte er sich gegen die Beamten. Während der Wartezeit, bis der Arzt in der Dienststelle eintraf, zeigte er sich wenig kooperationsbereit und versuchte in die Räumlichkeiten zu urinieren. Dies konnten die Polizisten gerade noch verhindern. Weil der 40-Jährige sich massiv gegen die Blutprobe wehrte, musste er von vier Polizeibeamten dazu festgehalten werden.

Kein Lappen

Später stellte sich dann auch noch heraus, dass der Mann gar keinen Führerschein hatte. Seine Lebensgefährtin wusste von alledem nichts, sie hatte ihm ihr Auto geliehen, weil sein eigener Wagen gerade in der Werkstatt war.

Das Amtsgericht Braunschweig ordnete am Ende die Ingewahrsamnahme bis zum Nachmittag an, um den immer noch aufgebrachten und wütenden Mann aus dem Verkehr zu ziehen und weitere Straftaten zu verhindern. Die Polizei Braunschweig ermittelt nun gegen den 40-Jährigen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, unerlaubtem Entfernen von Unfallort und Widerstands gegen Polizeibeamte. (mvg)