Braunschweig 

Gegen Sprach-Barrieren im Notfall: Malteser Braunschweig haben neuen Kollegen – und der ist digital

In Braunschweig testen die Retter der Malteser jetzt eine Innovation (Symbolbild).
In Braunschweig testen die Retter der Malteser jetzt eine Innovation (Symbolbild).
Foto: imago/Future Image

Braunschweig. Die Rettungswagen der Malteser in Braunschweig haben ab Herbst einen digitalen Dolmetscher an Bord.

In einer zweijährigen Testphase soll das System namens "Dictum-Rescue" den Rettern dabei helfen, sich mit Patienten zu verständigen, die kein oder kaum Deutsch sprechen können. Die Malteser schreiben, dass das immer wieder mal vorkommt, zum Beispiel bei Einsätzen auf der Transitautobahn A2.

Malteser Braunschweig testen "Dictum-Rescue"

Bei dem neuen System handelt es sich eigentlich nur um einen Tablet-Computer – aber der hat es in sich! Auf dem Computer ist eine spezifischen Software, die dem Patienten die Kommunikation mit den Rettern erleichtern kann. 22 Sprachen wird Dictum vorerst verstehen, darunter osteuropäische und nordafrikanische.

Im Grenzdurchgangslager Friedland sei das System in den vergangenen Jahren schon erfolgreich getestet worden.

Aber die Malteser wissen, dass etwas, was sich in einer Ambulanz bewährt hat, noch lange nicht im akuten Notfall funktionieren muss: "Grund genug, dieses erfolgreiche System jetzt im Rettungsdienst einzusetzen und an dessen Bedürfnisse anzupassen", heißt es.

Natürlich kostet das Ganze auch Geld. Die Projektverantwortlichen rechnen mit Kosten von knapp 219.000 Euro.131.000 Euro kommen vom niedersächsischen Förderprogramm "Soziale Innovation". (ck)