Braunschweig 

Boeing-Absturz in Äthiopien: Blackbox kommt doch nicht nach Braunschweig

Paris statt Braunschweig: Zwei Männer tragen den Koffer mit den Flugschreibern aus der abgestürzten Boeing 737 Max 8 in die französische Luftsicherheitsbehörde Bureau d'Enquêtes et d'Analyses (BEA).
Paris statt Braunschweig: Zwei Männer tragen den Koffer mit den Flugschreibern aus der abgestürzten Boeing 737 Max 8 in die französische Luftsicherheitsbehörde Bureau d'Enquêtes et d'Analyses (BEA).
Foto: Christophe Ena/AP/dpa

Braunschweig/Paris. Nach dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 in Äthiopien sollten die Flugschreiber eigentlich von Experten in Braunschweig ausgewertet werden. Das geht allerdings gar nicht, wie der NDR berichtet.

BFU in Braunschweig kann Max 8-Blackbox nicht auslesen

Demnach verfügt die zuständige Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) nicht über die nötige Software, um Stimmenrekorder und Flugdatenschreiber der Maschine auszulesen. Bei allen anderen Boeing 737-Typen sei das kein Problem.

Das in der Max 8 verbaute Blackbox-Modell sei relativ neu, sagte ein Sprecher dem NDR. Die nötige Nachrüstung in Braunschweig würde Wochen dauern.

Bisher hat die BFU das Update nicht beauftragt - wegen der Kosten und der Verbreitung der Max 8. Die Blackbox wird jetzt bei der Luftsicherheitsbehörde in Frankreich ausgelesen.

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Die Boeing 737 Max 8 der Ethiopian-Airlines war am Sonntag in Äthiopien abgestürzt. Ale 157 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Die Ursache ist unklar, Experten vermuten aber ein technisches Problem. (ck)