Braunschweig 

Braunschweig: Hilfe für Busfahrer - diese neue Technik soll Menschenleben retten

Andreas Glaser von der Verkehrs-GmbH erklärt die neue Technik.
Andreas Glaser von der Verkehrs-GmbH erklärt die neue Technik.
Foto: Karoline Steinbock

Braunschweig. Immer wieder kommt es beim Rechtsabbiegen zu schweren Unfällen – vor allem Lkw- und Busfahrer haben mit dem toten Winkel zu kämpfen. Radfahrer und Fußgänger verschwinden teilweise komplett aus der Sicht, wenn sie neben einem Lkw oder Bus unterwegs sind.

Bus in Braunschweig testet neues System

Zwar stellen Abbiege-Unfälle aus Sicht der Braunschweiger Verkehrs-GmbH keinen besonderen Unfallschwerpunkt in Braunschweig dar, aber wenn es zu einem solchen Unfall kommt, kann er schlimmstenfalls tödlich enden.

Die Verkehrs-GmbH möchte die Gefahr jetzt minimieren. Daher testet das Unternehmen seit mehreren Wochen in einem Bus ein neues Abbiegeassistenz-System. Am Freitag wurde die Technik vorgestellt.

Rotes Signal und Piepton als Warnung

Eine rechts am Bus angebrachte Kamera erfasst sich neben dem Fahrzeug befindende Personen oder Fahrzeuge. Der Busfahrer hat unter dem Rückspiegel einen Bildschirm. Auf diesem befindet sich ein grünes rechteckiges Sichtfeld.

Wenn sich ein Fahrradfahrer oder Fußgänger dem Bus nähert und sich schneller bewegt als der Bus, ändert sich die Farbe von grün zu rot. Neben diesem optischen Hinweis erhalte der Busfahrer zusätzlich einen Piepton als Warnsignal, so Andreas Glaser, Leiter Bus der Verkehrs-GmbH.

Neue Fahrzeuge kommen im Dezember

Die Abbiegesysteme seien jedoch auch eine Stress-Prävention für das Fahrpersonal, sagte Dirk Fischer, Technischer Leiter der Verkehrs-GmbH: "So kommen sie entspannter durch den ohnehin stressigen Straßenverkehr."

Im Dezember kommen 21 neue Busse zum Einsatz. Die neuen Fahrzeuge sollen alle mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet sein.

Außerdem erwägt das Unternehmen, den gesamten Fuhrpark langfristig mit dem neuen System auszurüsten, was laut Verkehrs-GmbH bis zu 300.000 Euro kosten würde. "Eine solche Investitions-Entscheidung erfordert natürlich eine gründliche Vorbereitung, die wir mit der vorgestellten Testinstallation erarbeiten wollen", so Fischer.