Braunschweig 

Anschlag auf Flüchtlingsunterkunft geplant: Neonazi aus Braunschweig wird der Prozess gemacht

Zwei Polizisten stehen vor einem Gebäude des Oberlandesgericht Dresden.
Zwei Polizisten stehen vor einem Gebäude des Oberlandesgericht Dresden.
Foto: dpa

Dresden. Das Oberlandesgericht (OLG) Dresden verhandelt in einem zweiten Prozess im Zusammenhang mit der rechtsextremen Gruppierung „Old School Society“ (OSS) gegen einen Mann aus Braunschweig.

Der 39-Jährige aus Braunschweig soll spätestens ab Januar und bis Mai 2015 Mitglied der als terroristische Vereinigung geltenden OSS gewesen sein, wie aus der am Dienstag zum Auftakt verlesenen Anklage hervorgeht.

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Der Mann steht auch im Verdacht, einen Sprengstoffanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Borna (Landkreis Leipzig) mit vorbereitet zu haben.

Er sei am Anfang dabei gewesen bei der OSS, in deren Chat aktiv und auch in der Führungsgruppe, gab der Angeklagte, der weder Schulabschluss noch Beruf hat, vor Gericht zu. Er hatte zwischenzeitlich auch in Borna gewohnt.

Bis Ende Mai sind zehn Verhandlungstage angesetzt

Es ist das zweite Dresdner Verfahren gegen mutmaßliche OSS-Mitglieder, bis Ende Mai sind zehn Verhandlungstage terminiert.

Seit Januar müssen sich zwei Männer aus Anklam (Mecklenburg-Vorpommern) und Chemnitz wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung und geplanter Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte am OLG Dresden verantworten.

Bereits im Frühjahr 2017 waren Täter verurteilt worden

Vorher flog die Gruppe auf. Im Frühjahr 2017 waren in München vier Beschuldigte zu Haftstrafen zwischen drei und fünf Jahren verurteilt worden. (dpa/fb)