Braunschweig 

Linke schießen gegen Besuch auf Korvette "Braunschweig" - "Kriegsspiele auf Kosten der Steuerzahler"

Die Korvette Braunschweig gilt als eines der modernsten Schiffe der Deutschen Bundeswehr und gehört zur gleichnamigen Braunschweig Klasse. Sie lief am 19. April 2006 vom Stapel und wurde am 16. April 2008 in Dienst gestellt.
Die Korvette Braunschweig gilt als eines der modernsten Schiffe der Deutschen Bundeswehr und gehört zur gleichnamigen Braunschweig Klasse. Sie lief am 19. April 2006 vom Stapel und wurde am 16. April 2008 in Dienst gestellt.
Foto: dpa

Braunschweig. Mehrere Ratsmitglieder aus Braunschweig wollen kommende Woche zur Marine nach Rostock fahren. Ziel sei es, die bestehende Korvetten-Patenschaft zu festigen. Das gefällt den Linken überhaupt nicht. Die Fraktion spricht von "Kriegsschifftourismus".

Ratsmitglieder besuchen Korvette Braunschweig

Nach Angaben der Linksfraktion haben sich 13 Politiker verschiedener Parteien für diese Dienstreise angemeldet; "mit im Boot" sitzen demnach Vertreter der SPD, CDU, der Grünen, der AfD sowie der P²-Gruppe.

Konkretes Ziel ist das Korvettengeschwader, bestehend aus fünf Korvetten. Ein Schiff wurde im Jahr 2006 auf den Namen "Braunschweig" getauft. Auch damals war eine Delegation aus dem Braunschweiger Rat mit dabei.

Mindestens genauso lange kritisieren die Linken, dass die Marine Kriegsschiffe nach deutschen Binnenstädten benennt, um so Verbundenheit zu ihnen herzustellen.

Es werde vergessen, dass es sich hierbei um schwimmende Waffen handelt, die jederzeit in einem Krieg eingesetzt werden können, so Udo Sommerfeld, Vorsitzender der Linksfraktion: "Dafür sollte Braunschweig seinen Namen nicht hergeben."

Kriegseinsätze unter den Namen "Braunschweig"

Man sei für eine friedliche Konfliktlösung und gegen die Entsendung der Kriegsmarine in alle möglichen Teile der Welt, so Sommerfeld. "Wir sind auch dagegen, dass diese Kriegseinsätze unter den Namen 'Braunschweig' stattfinden."

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Dass sich einige Ratsmitglieder damit "solidarisieren" wollen, sei deren Sache. Mit dem kommunalpolitischen Auftrag habe das aber nichts zu tun.

"Wenn sie das Kriegsschiff besuchen wollen, dann sollten sie das wenigstens auf eigene Kosten tun und nicht die Steuerzahler belasten“, so Sommerfeld. (ck)