Braunschweig 

Geschafft! Eva durfte zur Delphintherapie – "sie ist einfach kindlich glücklicher geworden"

Eva geht auf Tuchfühlung – Therapeutin Ricarda hilft ihr dabei.
Eva geht auf Tuchfühlung – Therapeutin Ricarda hilft ihr dabei.
Foto: privat

Braunschweig. Die kleine Eva ist wieder zu Hause. Glücklicher und selbstbewusster denn je. Nach jahrelanger Wartezeit war die kleine Lehrterin zum zweiten Mal in ihrem Leben bei einer Delphintherapie. Und die scheint der Fünfjährigen sehr geholfen zu haben. Es soll aber auch nicht die letzte gewesen sein.

Eva aus Lehrte hat das Undine-Syndrom

Eva hat seit ihrer Geburt das Undine-Syndrom. Das heißt, sie hat ihre Atmung nicht unter Kontrolle. Sobald sie einschläft, starken Schmerzen, oder Belastungen ausgesetzt ist, setzt ihr natürlicher Atemreflex aus.

Eva hat einen Luftröhrenschnitt. Nur Geräte können sie am Leben halten. Das bedeutet für ihre Familie ständige Angst; außerdem dürfen ihre Liebsten Eva nie aus den Augen lassen.

Delphintherapie auf Curacao

Jetzt also waren sie zusammen zwei Wochen auf der Karibikinsel Curacao. Mehr als drei Jahre lang hatte Evas Familie dafür Spenden gesammelt. "Lange hat sie jeden einzelnen Tag im Kalender abgekreuzt und gezählt, bis es dann endlich so weit war", schreibt Mama Andrea bei Facebook.

Um Eva gekümmert haben sich zwei Therapeutinnen und eine Delphintrainerin – und natürlich Kanoa. Evas Delphin. Andrea erzählt, dass die Therapie detailliert auf Eva abgestimmt war. Alles, was sie mag, sei in Geschichten verpackt worden.

"Eva liebt Feen, also bekam sie täglich einen Brief von Fine und Elfi, die fragten, was ihr schwer fällt, was sie gar nicht mag, oder was sie so sehr liebt. Alle Themen bekamen ihren Platz. Auch das Thema Tod war da, aber es wurde alles genau besprochen und es geht ihr so gut damit", schreibt Andrea.

Außerdem liebt die Fünfjährige Pferde, weswegen Kanoa "Galopp schwimmen" musste. Offenbar hat der Delphin es geschafft, sehr viel in Eva zu verändern: "Sie ist in der Zeit so viel gelöster, freier und einfach kindlich glücklicher geworden", schreibt Andrea.

Eva macht riesige Fortschritte - dank Delphin Kanoa

Mehr noch: "Berührungen und wirklich in den Arm nehmen und sich von ihr drücken lassen - Körperkontakt - das gab es so bisher nicht", beschreibt Evas Mutter die Zeit vor der Delphintherapie. Weil Evas Wahrnehmung sehr eingeschränkt sei, habe sie Körperwärme nicht ertragen. Dank Kanoa habe sich auch das verändert.

Auch beim Thema Essen hat die Kleine große Fortschritte gemacht. Nach ihrer Geburt konnte sie gar nicht schlucken - "das haben wir Milliliter für Milliliter geübt", so Andrea. Dann habe es drei Jahre lang hochkalorische medizinische Kost gegeben – "Astronautennahrung" also.

Und jetzt? "Jetzt, während der Therapie, hat sie so viel gegessen, dass wir manchmal nicht wussten, wo sie das alles hin isst", beschreibt Mama Andrea den Fortschritt. Das werde in Deutschland nicht direkt so bleiben, aber ein Anfang sei gemacht.

Familie ist auf Spenden angewiesen

So oder so: Die ganzen Erfolge könnten nur gehalten und ausgebaut werden, wenn Eva einmal im Jahr die Chance bekommt, eine Delphintherapie zu machen. Das Problem: Evas Familie muss sie selbst bezahlen und ist daher wieder auf Spenden angewiesen.

Dabei möchte sie nicht zum Bittsteller werden. Im Gegenteil. Bei Facebook heißt es: "Bitte denkt an Eva, wenn ihr Ideen für Spenden habt oder sagt uns immer gern Bescheid, was wir dafür tun können."

Das Spendenkonto für Eva:

  • dolphin aid e.V.
  • Stadtsparkasse Düsseldorf
  • IBAN: DE52 3005 0110 0020 002424
  • Verwendungszweck: Eva Bornemann

Paypal: https://www.paypal.com/pools/c/83TqZi1fWY