Braunschweig 

Braunschweig: Resolution gegen Burschenschaft "Thuringia" – TU soll endlich handeln

Das Altgebäude der TU Braunschweig.
Das Altgebäude der TU Braunschweig.
Foto: Christopher Kulling

Braunschweig. Den Studenten-Vertretern an der Technischen-Hochschule Braunschweig reicht's. Das Studierendenparlament hat jetzt eine Resolution gegen die Braunschweiger Burschenschaft "Thuringia" verabschiedet und hofft auf viele Unterzeichner.

Immer wieder missachte die Burschenschaft die Werte der TU und der Studierendenschaft, heißt es. Dennoch erkenne die Universität die "Thuringia" noch immer als "Studentische Verbindung" an. Das müsse sich ändern.

Die Burschenschaft habe wiederholt Veranstaltungen in ihrem Haus organisiert, in denen rechtes Gedankengut verbreitet wird und bei denen Angehörige der rechtsextremen Szene zu Gast sind.

"Identitäre Bewegung" zu Gast in Braunschweig

Als Beispiele werden das umstrittene "Deutschland-Seminar" vor zwei Jahren oder der sogenannte "Liederabend" der "Identitären Bewegung" vor wenigen Wochen genannt.

Dadurch verstoße die "Thuringia" eindeutig gegen die Werte, das Selbstverständnis der Studierendenschaft und das Leitbild der TU. Sie schädige das Ansehen der Hochschule, weshalb die TU handeln müsse.

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Von der TU hieß es zuletzt, die Sachlage werde geprüft. Man werde aktiv, sobald belastbare Belege eine neue rechtliche Bewertung zulassen. So lange geltet die Sach- und Rechtslage, die die TU in einem ausführlichen Statement 2017 veröffentlicht habe. (ck)